Dienstag, 7. Juli 2015

Fertsch- wie mein Bruder sagen würde...

zurück in Leipzig- das wurde gefeiert :)
Nach schon fast 1 1/2 Wochen in der Heimat fühle ich mich schon wieder sehr gut eingelebt.
Der eine Tag in Singapur ist vergangen  wie im Flug und viel länger hätte ich dort auch gar nicht sein wollen. Eine Weltmetropole, jedoch nicht wie ich es aus Thailand und Malaysia kenne. Die asiatische Kultur spürt man dort kaum. Einen schönen Tag hatten wir dort trotzdem.
Die zwei Tage in Bangkok waren für mich wie ein Heimspiel :)
In einem Hotel mit Pool auf dem Dach haben wir es uns gut gehen lassen. Wir waren in ein paar Tempeln und sind aus dem Wasser mit den typischen Booten gefahren. Was gehört noch zu Bangkok? Leckeres Essen von der Straßenküche, frisches Obst, shoppen, Massage- und Beautyprogramm ...
Jedoch erst im Flugzeug in Abu Dhabi wurde mir klar, das es nun kein zurück mehr gibt. Denn um uns herum Wurde nur noch deutsch gesprochen was sich natürlich seit der Ankunft in Frankfurt nicht geändert hat.
Angekommen in Frankfurt wurden wir von Maria sehr herzlich in Empfang  genommen und haben sogar Christoph noch zum  Essen getroffen. Die Mädels haben es mir viel leichter gemacht wieder in die Heimat zurück zu kehren.
Seit dem wurde ich von vielen schon herzlich begrüßt. Das essen bei Papa Kira und Joshi, tanzen bis es hell wird mit den Freunden, skaten und baden mit Mama, segeln mit Anne Hannes und Gabi, Mädchenbier mit Katja vor der Praxis, rumblödeln baden bummeln mit Maria, ein toller Abend mit Judith, der Abiball meiner kleinen 'großen' Cousine und die Party zusammen mit Christian und Hannes... Es ist schön euch alle wieder zu haben! Ein schönes Gefühl so aufgenommen zu werden und das ihr meine Geschichten so verfolgt habt!
Fast 7 Monate bin ich durch die halbe Welt gereist und habe es in vollen Zügen genossen. Tolle Erfahrungen gemacht und wundervolle Landschaften gesehen sowie bemerkenswerte Menschen kennen gelernt. Ich hoffe meine gewonnene Gelassenheit mir auch im zurück Alltag erhalten zu können. Der Start in den Praxis Alltag ist mir denke ich schon mal ganz gut gelungen und es ist schön wieder mit meinen Kollegen und den Tieren zu arbeiten. Nun gibt es über den Blog keine Neuigkeiten mehr, erst wieder zu meinem nächsten Abenteuer... Ich halte euch auf dem laufenden. Nun heißt es aber erstmal Daumen drücken denn Ende August erfahre ich ob und wo ich eine Studienzulassung bekomme...


die letzte Nacht meiner Reise in Bangkok

die erste Nacht meiner Reise
Fishspa in Bangkok



Abiball von Anne, gemeinsam mit Hannes

Montag, 22. Juni 2015

Bye bye Australien



Zwei Wochen gemeinsam mit Jessi und unserem quitschgrünen Campervan an der Ostküste Australiens, einen besseren Abschluss der Reise dieses Landes kann ich mir kaum vorstellen. Nun sitzen wir im Flugzeug von Sydney nach Singapur und wussten gleich überhaupt nicht wie lange wir fliegen. Denn trotz Flugcheck am Abend zuvor hat sich am Flughafen herausgestellt, das das Flugzeug mit 2 Stunden Verspätung startet, und dann noch 2 Stunden Zeitverschiebung bis Singapur haben uns ganz durcheinander gebracht. Nun wissen wir aber es sind noch fast 3 Stunden die wir hier rumgammeln über den Wolken. Also Zeit um euch zu schreiben.
Die Orte zwischen Brisbane und Sydney haben wir fast ohne Rückschläge gemeistert. Nur einmal haben wir uns im Matsch festgefahren. Das scheint irgendwie ein Talent von mir geworden zu sein. Oder es lag daran, dass es so viel regnete und wir auf einem Pferdehof Unterschlupf gesucht haben um eine warme Dusche im Hinterland zu genießen. Am nächsten Morgen wurden wir aber von einem gewohnt locker und unheimlich netten australischen Bauern herausmanövriert, der sich freute uns „Guten Tag“, „Autobahn“ und „Oktoberfest“ an den Kopf zu werfen. Denn das ist meißt das erste was den Einheimischen einfällt wenn sie Germany hören.  Also konnten wir auch diese Situation gewohnt entspannt mit nur minimalen Zeitverzug auf unserer Route meistern.
Ansonsten haben wir sehr viel erlebt. Auf einer kleinen Insel vor Brisbane „Moreton Island“ waren wir wandern, wilde Delfine füttern und an 15 vor der Küste drapierten Wracks schnorcheln. Dort konnte auch ich eine neue Art Hai sehen. Ein Wobbegong Hai. Bloß gut das bei der Einführung nur „Shark“ (English-Hai) verwendet wurde und Jessi nur wusste das ich ihr schonmal von diesem Shark erzählt habe, jedoch nicht was das für ein Fisch war… ich habe sie wohlbedacht nicht sofort aufgeklärt J Für Jessi, die schon seit Jahren nicht schnorcheln war war es also was ganz neues und mit unserer erstandenen Kamera haben wir alles festhalten können. Die Wracks liegen schon ca 100 Jahre und sind somit vor den verschiedensten Korallen bewachsen und auch Lebensraum verschiedenster Fischarten. Zwei schlafende Wobbegong Sharks waren schon nett anzusehen, als uns dann der eine noch aus einem Lock entgegenschwamm war ich echt beeindruckt, und froh das ich das Wort Hai vorher nicht verwendet habe. So war Jessi nur etwas von der Größe „dieses komischen Fisches“ verwundert. Zurück auf dem Boot musste ich ihr dann doch von meiner Begeisterung über den Hai berichten. Man muss also nicht immer Angst haben nur weil es ein Hai ist… aber wir mussten uns dann schon sehr über die ganze Situation amüsieren, doch hätte ich vorher alles erklärt, hätte ich vielleicht noch allein schnorcheln gehen müssen…
Wobbegong Shark

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An der Küste waren viele niedliche vertäumte Orte voll von gelassenen Surfern. Aber auch unerwartet große Srädte wie „Gold Coast“ und „Surfers Paradise“ mit Wolkenkratzern und Resort neben Resort. Da war ich sehr froh, dass nicht nur mir es bei diesem Anblick schon von weitem schauerte, und wir einstimmig schnell durchfahren konnten, Richtung nächsten Nationalpark. Einen tollen Strandtag in Byron Bay, half der Entspannung, sollte aber auch unser letzten sein, denn hier ist ja Winter und je näher wir Syney kamen, desto kühler wurde es. Jedoch gefiel uns beiden dieser Ort besonders gut. Mit einladenden Flair und Kleinstadtcharme, gelassenen Bewohnern die immer gerne mit uns ins Gespräch kommen, sei es beim Schwimmen im Meer, wenn wir versuchen gegen die Wellen zu kämpfen oder einfach auf der Straße beim Aussteigen aus dem Van, denen fällt immer was ein uns anzusprechen. Da teilen wir auch gern den kostbaren eingeflogenen deutschen Tee J, denn dafür bekommt man dann gleich mal das Surfboard ausgeliehen. Schön wenn es zu Hause auch so unbekümmert sein könnte! Nachdem wir eigentlich jeden Tag auf unseren Küstenwanderungen Ausschau nach Buckelwalen gehalten haben, die jetzt Richtung Norden ziehen, sind wir dann am Leuchthaus in Byron Bay endlich fündig geworden. Erst ein so stark gezeichneter Regenbogen am Himmel und dann 2 Wale die vorbei ziehen- was für ein Naturschauspiel!

Flosse eines Buckelwal


Damit es nicht langweilig wird, sind wir auch in einen Regenwald gefahren, aber danach hat es uns gleich wieder zur Küste gezogen, und an einen Strand, den wir nicht für uns allein haben konnten… schaut mal wer mich da die ganze Zeit belagert hat…




Koalas haben wir gesehen in freier Natur auf den Bäumen, im Wildpark auch auf dem Arm gehalten und nun wollten wir noch ein Koala Krankenhaus etwas unterstützen. Hier  wohnen die, die in der Naut nicht mehr zurecht kommen oder behandelt werden um wieder ausgewildert zu werden. Wie ein älterer der nach einer Infektion blind ist, eine Koaladame, die bei einem Buschfeuer den Baum hochgeklettert ist und deren Krallen nun nie wieder nachwachsen, somit kann sie nicht mehr die Bäume hochklettern… und viele andere Geschichten wurden uns erzählt.
Entspannt ist es hier an der Küste denn wir Mädels können uns so gut organisieren. Mit Barbeque Areas überall am Strand gelegen konnte ich immer ein nettes Essen zaubern und Jessi unser kleines zu Hause ordenlich halten und den Tisch mit Blick auf das Meer vorbereiten… da fällt es schon schwer „lebe wohl“ zu sagen!

einfach zu niedlich


Pelikan im Flug





Die letzten Tage in den Bergen „Blue Mountains“ und in meinem alt bekannten Hostel in Sydney vergingen wie im Flug. Diese Stadt hat immer etwas neues zu bieten! Gemeinsam sind wir über die Harbour Bridge gelaufen und waren im Vergnügungspark „Luna Park“- Riesenrad mit dieser Stadtskyline bei Nacht- das hat man nicht alle Tage! Jedoch schade das wir nicht wie noch im März an den Abenden im Shirt draußen vor dem Operahause rumsitzen konnten- einfach zu kalt!
Nun aber genug, die festen Schuhe haben augedient- liegen jetzt im Mülleimer im Hostel und zuversichtlich sitze ich hier mit meinen Flip Flops. Ich hoffe ich werde in Singapur, Bangkok und dann am Freitag in Frankfurt keine kalten Füße bekommen…

Freitag, 12. Juni 2015

Endlich wieder vereint

Nach 6 Monaten einfach nur ein tolles Gefühl dich bei mit zu haben!

Ich habe ihr kaum Zeit zum ankommen gelassen, sie einfach am Flughafen mit unserem gemieteten Van abgeholt und direkt im dunkeln bis 3 Stunden Richtung Norden, somit ins Warme Richtung Fraser Island gefahren. Jessi kam das ganze ab der Autofahrt mit mir eher vor wie eine Wochenendausflug in der Heimat. Erst am nächsten morgen als sie dann das ganze Land und sogar halb Fraser Island bestaunen durfte, konnte sie realisieren das wir gemeinsam am anderen Ende der Welt sind.

Aber nun mal langsam, nachdem ich also in Townsville kurz vor meiner Abfahrt noch einen niedlichen Sonntagsmarkt und viel Sonne an der Lagune getankt habe, saß ich den halben Tag im Bus und bin die Küste entland gefahren um nach Airlie Beach zu kommen. Eine kleine Stadt, die durch touristen belebt wird, die den Hafen als Ausgangpunkt für Bootstouren zu den Whitsunday Islands nutzen. Für mich war es also eine Nacht im Hostel inklusive Livemusik und etwas wenig Schlaf, und am darauffolgenden Montag begann die Segeltörn zu Korallenriffen, verträumten Inseln, Delfinen, Schildkröten und den wundervollen Whithaven Beach. Bei einigen Tauch- und Schnorchelgängen war das Erlebnis 3 Tage und 2 Nächte Segelboot absolut gelungen! Vor allem der Tauchgang mit insgesamt 7 Schildkröten, Clownfishen (Nemo`s) und vielen anderen bunten Fischen war super schön! Und beim Segeln habe ich auch oft an Opa Rolf gedacht, denn die Schräglagen des Bootes und die ganzen Aussichten waren eine tolle Kombination! Ein bisschen Aktion darf ja auch dabei sein! :)
Nach viel Sonne und ein bisschen Entspannung an Deck bin ich nach Ankunft am Festland mit nahtlosen Übergang in den Bus nach Rockhampton gestiegen. Dort waren vor ca. 5 jahren Christoph und Babbel und haben im Zoo ihr erstes Wombat gesehen, und hielten es für Schweine... tzzz naja und im botanischen Garten habe ich dann mit Hilfe auch den von Christoph beschriebenen Wurstbaum gefunden. Wobei ich mir als ich den Ranger fragte nicht ganz sicher war ob es eher ein Scherz war. Doch er fand es so niedlich und hat sein Office gleich geschlossen und mit diesesn Wurstbaum gezeigt, der aus Afrika stammt. Jedoch sollte ich diese Früchte die wie eine große Salami aussehen nicht auf der Brot legen sagte er mir. Aber man kann ein bierähnliches Gebräu daraus gewinnen... das wusste Christph scheinbar damals nicht.
Jedoch hatte ich nur einen Tag Zeit für dieses nette Städtchen und bin in der darauffolgenden Nacht nach Agnes Water gefahren. Dort habe ich mit mit zwei bekannten Mädels von der Segeltörn getroffen um einen entspannten Tag am Strand zu genießen. Leider keine Wellen an diesem Tag und ich musste das Surfen leider vertagen. Ein gemeinsames Abendessen in einer der vielen BBQ Areas am Strand beim Sonnenuntergang (der ja hier schon gegen 18 Uhr ist) war ein schöner Abschied um die fast 10 stündige Busfahrt nach Brisbane anzutreten. 
In "Brissie" habe ich dann nach einigen Komplikationen den gemieteten Campervan abholen können und noch ein bisschen das Stadtleben auf mich wirken lassen, um mich schon wieder ein bisschen daran zu gewöhnen. Jedoch gibt es hier einen riesen Berg auf dem man die ganze Stadt und Umgebung begutachten kann und einen wieder sehr grünen botanischen Garten, also viel zum Zeitvertreib bis Jessi dann am Sonntag abend endlich am Flughafen in Brissie ankam. Darauf habe ich mich ja schon einige Tage sehr gefreut, jedoch auch mit einem mulmigen Gefühl, denn das beteuted das es auch für mich nur noch ein Urlaub ist und die Tage nun sehr gegrenzt sind...

Seit dem Jessi nun hier bei mir ist, haben wir schon wieder unheimlich viel erlebt. Wir waren auf Fraser Island, der weltgrößten Sandinsel, für 3 Tage und 2 Nächte im Zelt unterwegs. Fortbewegen kann man sich dort nur mit einem Jeep oder zu Fuß. Aufgrund der größe fiel die Entscheidung dann schnell auf Jeep und wir haben das Selbstfahrerlebnis am Standhighway ausgekostet. Waren in tollen kristallblauen Seen (Lake McKenzie) und grünen Emeraldlakes baden, haben uns auf kleinen Boards auf dem Fluss entlangtreiben lassen, auf Felsen Ausschau nach Walen gehalten, Delfine gesehen, Sandboarden in der Wüste, Lagerfeuer im Camp und so vieles mehr... 

Nach all diesen Eindrücken zurück auf dem Festland und in unserem gemütlichen Camper, sind wir nach Noosa Beach gefahren, einen kleinen Surferort. Dort haben wir eine Küstenwanderung mit der Aussicht auf viele Surfer und auch einen sehr sportlichen Koala, der ganz oben im Eukalyptusbaum saß vorgenommen. Das war natürlich nicht das Einzige. Von Steilklippe bis hin zu Sandstrand, von Eukalyptusbäumenbis zu blühenden Sträuchern, viele wilde Truthähne, bunte Vögel ...
Nach dieser ganzen Aktivität konnten wir gut schlafen und waren fir für den heutigen Tag. Denn wir waren in Brissie in einem Koala (und Wildtier) Park. Dort haben wir nicht nur Schafe gestreichelt, sondern auch den Hütehunden bei ihrer Arebit zugeschaut, Australiern wie sie Schafe scheren, einen Koala auf dem Arm gehalten, mit Kängurus in der Sonne gedöst und gefüttert, einen Tasmanischen Teufel gesehen... Ich in meinem Element! Und Jessie war nach anfänglichem Misstrauen gegenüber großen krallen und Pfoten doch noch ganz tapfer und hat die hier einheimische Tierwelt für sehr niedlich und freundlich empfunden.
Am Abend waren wir dann ich der Innenstadt untwerwegs und haben eine Flussfahrt mit toller Skyline der beleuchteten Hochhäuser genossen. Nun muss oich mich aber beeilen um meinen Schönheitsschlaf noch etwas zu bekommen, morgen früh beginnt die Inselfahrt nach Moreton zu den Delfinen und zum Schnorcheln schon 6.30 Uhr. Also genießt das Sommerwetter in der Heimat, denn ihr habt im Moment höherer Temperaturen als wir hier! :)


Lake McKenzie

Sandboarden auf Fraser Island

auch die gibt es hier...

Wurstbaum gefunden


Samstag, 30. Mai 2015

Die Reise vom Outback in den Regenwald

Nun habe ich nicht einmal mehr 4 Wochen und möchte euch von der schönen Ostküste berichten. Da ich immer informiert bin über die Seitenaufrufe meines Blogs, sehe ich also auch das die Aufrufe auf weniger als ein Drittel als am Anfang meiner Reise gesunken sind. Aber für euch, die trotzdem noch viel an mich denken, oder die auch so an mich denken und keine Zeit zum lesen haben, gibt es nun mal wieder ein paar nette Eindrücke einer anderen Welt.
Mein Flug von Perth nach Cairns ist problemlos und sehr nett verlaufen. Positiv überrascht von den sehr warmen Temperaturen in Cairns habe ich gleich in einem Hostel mit Pool genächtigt. Das subtropische Klima ist ja echt was für mich! Daran könnte ich mich gewöhnen! In Cairns selbst gibt es keinen Strand zum baden, aber eine angelegte Lagune mit hübschem azurblauem Wasser. Ansonsten alles recht touristisch. Die Stadt ist Ausgangspunkt für unzählige Bootfahrten zum Great Barrier Reef, dem Regenwald, den Krokodilgebieten und einem Gebiet übersäht von Wasserfällen. Ein ausgedehntes Sportprogramm wie hier, gibt es aber weitaus nicht überall. So wird zwei mal täglich zu freien Übungsstunden geladen. Ich habe mich dem Zumba angeschlossen, was mit ungefähr 50-60 Menschen auf einer riesigen Festwiese zu einem halben Festival wurde-was für ein Spaß! Den Tauchtrip zu einem der wundervollsten Riffe der Welt konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. Aslo bin ich mit einem Segelboot für eine Nacht und 2 lange Tage mit 6 Tauchgängen, inklusive Nachttauchgang, in See gestochen. Da das Wetter leider verhältnismäßig rau war, war die Sicht nicht so klar wie auf dem Tauchboot in Thailand, aber das Riff trotzdem sehr farbenfroh. Mit ein paar kleinen Riffhaien und Schildkröten zu tauchen ist auch noch was besonderes für mich. Auch der Abend auf dem Meer bei lauen Temperaturen, das ist was woran ich mich durchaus gewöhnen könnte. Vielleicht eine Idee für eine neue Reise. Diesen Einfall bekam ich schon in Neuseeland, im Bay of Island, wo viele Weltumsegler entspannen... aber träumen kann man ja :)
Kaum zurück von der Segel- und Tauchfahrt hatte ich nur eine Nacht in meinem Poolhostel habe ich mit zwei unglaublich süßen Mädels aus München ein Auto geliehen und wir haben unsere eigene Regenwald-Krokodil-Wasserfall- Tour gemacht. Frei nach dem Motto- Bustour kann ja jeder. Da die beiden mit gerade eimal 19 Jahren sehr jung aber unheimtich taff und mutig waren, fühlten sie sich mit mir noch sicherer und meinten immer ich bin ihre Reisemutti. Ein paar echt unheimlich lustige Tage hatten wir gemeinsam! Solche Reisebekanntschaften sind einfach so frisch und wundervoll! Für mich wwar der Unterschied nach der Westküste so enorm. Denn von dem Outbackfeeling ist hier nichts mehr übrig. Ein dichter Regenwald, der sofort in Strand und darauffolgend in Meer übergeht, ist auch perfekt für Wanderungen! Die Tierwelt ist somit auch ganz anders. Wir mussten also mehrmals überlegen, baden zu gehen da überall Krokodile und andere hungrige Mäuler warten könnten. Jedoch waren wir immer schneller. Nein, die Krokodile haben wir nur vom Boot aus beobachtet und ganz nach Andreas Empfehlungen war ich nut in fließenden Gewäassern baden. Wie z.B. bei den Wasserfällen, den berühmten Millaa millaa Falls, die in der Shampoowerbung von Herbal Essences Drehort waren, haben wir schwimmend erkundet. Nicht nur diese, an dem Tag haben wir 6 Wasserfälle angeschaut innerhalb von ca. 60 km Umkreis, und da haben wirr nur die schönsten ausgesucht. Das Oma und Opa bekannte Junglecamp aus dem Fernsehen ist auch nicht weit weg. Leider habe ich keins der Baumkängurus gesehen, kein Cassowary (was vielleicht ganz gut war, die sind wohl recht agressiv), und auch kein Schnabeltier, die in der Region heimig sind. Dafür viele Wasserschildkröten, Spinnen, Käfer, Schmetterlinge in ausgefallenen Farben, Wallabys, Kokodile, verschiedene andere kleine Echsen...
Nach einer sehr ausgewogenen Tour bin ich direkt vom Auto in den Bus in Richtung Süden an der Küste umgestiegen. Mein nchste Halt war Townsville, wo ich gleich in die Fähre umgestiegen bin um nach Megnetic Isalnd zu schippern. Es wird also nicht langweilig. Dort habe ich mal wieder richtig gecampt. Magnetic- eine kleine entspannte Insel, mit vielen Koalas und Wallabys die sich gerne füttern lassen, und netten Aussichtspunkten- nur auf Wanderwegen zu erreichen -klingt gut oder? Normalerweise auch mit vielen schönen Riffen ein super Tauch und Schorchelspot, doch aufgrund des vielen Regens und Windes war die Sicht gleich Null, das sich es leider nicht gelohnt hat. Nach zwei Tagen dort bin ich dann zurück nach Townsville, um auf den Spuren von "Chris und Chris in Asia / Australia" die Lagune und einen sehr netten Aussichtspunkt zu besteigen. Das war ein relaxter Tag mit viel Sonne und morgen besuche ich noch den Sonntagsmarkt am Hafen mit einer bekannten von der Insel, um dann wieder in den Bus zu hüpfen. Denn übermorgen beginnt schon die Segeltörn zu denn Whitsunday Islands inklusive tauchen und hoffentlich guten Wetter...
Cape Tribulation- Regenwald-Strand-Meer



na habt ihr alle es gleich gesehen? genau hinschauen!

ertappt- nur mal kurz aus dem Beutel geschlüpft, aber ich sehe alles!


vielleicht könnt ihr bei diesem Foto ahnen was wir für eine amüsante Zeit haben



Donnerstag, 21. Mai 2015

Der wilde Westen



Mal wieder sitze ich am Flughafen und warte, die perfekte Zeit um euch von Westaustralien vorzuschwärmen!
Der Flug von Tasmanien über Melbourne nach Perth war langwierig aber mit doch recht netten Service von Virgin Australia Airline. So dass es dann, angekommen in Perth, direkt vom Flugzeug mit dem Bus durch die ganze Stadt zur Autovermietung ging und wir dann gleich Richtung Süden gefahren sind. Das hat „alte“ Erinnerungen geweckt, denn es war die gleiche Vermietung und auch der Van, den ich schon aus Neuseeland kannte. Mit dieser guten alten Klapperkiste durchfuhren wir dann die Wein- und Milchkuh Gebiete, mit ein paar echt schönen Surfstränden. Überall standen also Kühe aus Plastik in Lebensgröße rum, um daran zu erinnern dass die Gegend um Margaret River vor dem Weinanbau für die gute Milch bekannt war. Schon lustig wenn man es das erste Mal sieht und den Hintergrund nicht kennt. Unser Weg führte uns an der Küste entlang, inklusive Leuchtturm, der kleinen Stadt Albany mit britischem Flair bis nach Esperance. Dort waren wir im Nationalpark an schneeweißen Quarzstränden, die unter den Füßen so quitschen wir frischer Schnee, nur das einem Barfuß gar nicht kalt wird ;) Dieser Strand am „Lucky Bay“ hat aber nicht nur uns sondern auch den Kängurus gefallen, die sich dort gerne rumtreiben. Von dort aus fuhren wir eigentlich nur noch Richtung Norden und somit ins warme. Wir hatten echt Glück, denn kurz nachdem  wir in Perth losgefahren sind, traf ein Zyklon auf die nördliche Westküste. Als wir dann dort ankamen war auf dem einen Zeltplatz die Küche komplett zerstört und eine der Top Tauchspots „Navy Pier“ leider gesperrt. Jedoch gut das wir zu dem Zeitpunkt noch im Süden rumgefahren sind.





Lucky Bay

Nach Esperance war der nächste Stopp war „Wave Rock“, eine scheinbare Welle aus einem riesigen Granitfelsblock. Da wir kurz vor Sonnenuntergang dort ankamen, konnten wir dieses rote Gestein und das unendliche Land im perfekten Licht bestaunen.
Oh ihr merkt schon, diesmal ist es besonders schwer die richtigen Worte zu finden… Ihr müsst euch vorstellen, wir hatten 15 Tage dieses Auto, sind 6500 km gefahren, nicht selten sagte das Navi nach 300 km links abbiegen und am Ende sagte es sogar 1300 km diesem Highway folgen… Wir sind also stundenlang durch das Nichts gefahren! Eine Asphaltstraße (wenn überhaupt, manchmal nur Schotter) auf rote Erde wie hingelegt, nur irgendwelche Sträucher- da haben wir uns gefreut wenn die Kängurus, Emus oder Rinder über die Straße laufen um uns etwas anderes zu bieten… und dann auf einmal ein Nationalpark, wie Wave Rock, oder die Pinnacles- unendlich viele Steinsäulen mitten in einer Wüste… das Ganze ist so schwer in Worte zu fassen… Highlights gab es aber jeden Abend, denn der Sonnenuntergang hat hier so tolle Farben und die lila Wolken verschwinden erst wenn der einzigartige Sternenhimmel sie verdrängt. Diesen Sternenhimmel zu beobachten, und zu wissen, das in einem Umkreis von mehreren Kilometern sich niemand außer ein paar Buschtieren befindet, ist schon echt unvorstellbar… also seht es mir nach wenn ich etwas rumstammele, ich geb mein bestes J
Nach Wave Rock waren wir also bei den Pinnacles und sind dann in Richtung Kalbarri Nationalpark, entlang des größten Pink Lakes Australiens gefahren (leider war es schon dunkel). Auf dem Weg liefen wir viel entlang der Steilklippen und mussten feststellen, dass die außergewöhnliche Natur auch einige Laster mit sich trägt. Denn dort wurden wir schon den zweiten Tag von den gemeinen Buschfliegen auf penetrante Art und Weise verfolgt. Nein, es lag nicht an der fehlenden Dusche, auch wenn ich das Anton erst vorgeworfen habe! Anton war also meine Reisebegleitung für diesen außergwöhnlichen Roadtrip. Er hat sich sehr gut geschlagen, inkl. Abholung von Flughafen und großen grünen Rucksack tragen (der mittlerweile statt der anfänglichen 15 kg schon 20,5 kg wiegt) und auch auf der Strecke hat er sich nur selten von mir aus der Ruhe bringen lassen… ;)
Aber nun zurück zu den Buschfliegen- die Leute laufen hier also mit Netzen über dem Kopf rum und sehen aus wie Imker, da man hier förmlich von den Biehstern attakiert wird! Das haben wir nicht gemacht, aber nicht selten bin ich bei tropischen Temperaturen eingehüllt in mein Halstuch rumgelaufen und Anton hat versucht mit einem Handtuch die Viehchter zu verscheuchen… wie gesagt, unvorstellbar! Aber zum Glück sind sie nach Sonnenuntergang 18 Uhr auch schlafen gegangen und immer erst nach unserem Frühstück wieder aktiv geworden.
Im Kalbarri Nationalpark mussten wir also starke Nerven behalten um die durch einen Fluß geschaffenen Schluchten und das „Nature Window“ , ein natürlich geschaffenes Fenster aus Stein (Bilder folgen), zu erkunden.  Von dort aus fuhren wir Richtung Shark Bay, der tatsächlich wegen der den vielen Haien dort seinen Namen trägt. Auf dem Weg dorthin gab es am Highway einen Abzweig, den wir in Erwartung auf einen Shop/Dorf mitnehmen mussten. Wir wurden nicht nur mit einem Eis belohnt, sondern als wir dieses am Strand inkl. Kalte Dusche genießen wollten, sahen wir Delfine die bis zur Sandkante vorschwammen und spielten. Als wir mit den Füßen ins Wasserkamen gefiel ihnen dass, denn sie hielten sie für Fische und schwammen immer wieder nah zum Ufer. So etwas zu entdecken wenn man stundenlang durch nichts fährt ist einfach genial! Am nächsten Tag waren wir dann im Nationalpark und Strand von „Monkey Mia“ der dafür bekannt ist das die Delfine ins knöcheltiefe Wasser kommen und sich von den Volunteer füttern lassen. Besondere Touristen dürfen auch mal einen Fisch geben, und ich hatte dieses Glück den Delfin Puk, der mit 30 Jahren schon sehr alt ist, einen stinkenden Fisch ins Maul zu legen. Da das ganze so spontan war gibt es davon leider kein Foto für euch, aber es war wirklich sehr niedlich. Auf einer Bootstour mit Katamaran waren wir bei einer Perlenfarm und haben Haie, große Cobias, Delfine und Riesenschildkröten beobachtet. Die Suche nach einem Nachtplatz war nicht so einfach, und hinter einer Düne hat uns dann doch noch der Ranger gefunden und am morgen 6 Uhr mit uns einen längeren Plausch über Gott und die Welt gehalten. Wir waren etwas in Sorge bzgl. Der Strafe, aber als er uns den Beleg über 15 Doller ausstellte, und meinte das es vor einem Monat von 10 auf 15 erhöht wurde, und er das viel zu teuer findet, waren wir doch sehr erleichtert. Am Nachmittag tragen wir ihn dann in town wieder und waren nicht mehr so verschlafen, somit bekamen wir noch ein Erinnerungsfoto. Da er ja gerne schwatzt, hat er uns noch den nächsten Zeltplatz und ein paar gute andere Spots auf unserem Weg empfohlen- was für ein netter Typ! Somit verhalf er uns zu einem sehr amüsanten Abend und netten Bekanntschaften. Denn an diesem Abend kamen wir mal wieder im Dunkeln auf einem Platz zwischen den Dünen an und wussten nicht so recht wohin mit uns und dem Van. Da wurden wir direkt angesprochen wo man am besten steht um nicht am Morgen von der Flut überrascht zu werden. Dieser nette ältere Australische Mann saß also da mitten im Nirgendswo mit einer kühlen Cola am Lagerfeuer vor seinem Motorhome… das ließ uns das Wasser im Mund zusammen laufen. Aber einfach nur so eine Cola abgeben? Nicht hier! Hier bekommt man mehrere Dosen, und einen lustigen Abend am Lagerfeuer inkl. Folienkartoffeln mit Frau und Hund. Einfach unbezahlbar diese Momente hier!
Auf dem Weg zu meinen erwünschten Tauchspots und Stränden, schauten wir uns noch ein Raumfahrt Zentrum an wir dann endlich im Carol Bay ankamen, und schon beim Strandspaziergang den ersten großen Stingray sahen (so wie ein Rochen), was mich schon sehr zufrieden stimmte. Den nächten Tag gingen wir auf eine Schnorcheltour mit dem größten Fisch der Welt. Ein Flugzeug suchte immer die Whalesharks, wir fuhren hinterher- rein ins Wasser und staunen! Aber auch ein paar Schnorchelgänge am Ningaloo Riff an sich waren ganz nett. Inklusive Schildkröte und vieler bunter Fische. Die Nacht verbrachten wir auf einer typisch australischen Farm wie aus Filmen. Am nächsten Tag ging es dann für mich schon wieder ins Wasser, aber diesmal endlich wieder auf ein Tauchboot, von Exmouth zum Ningaloo Riff. Einfach wieder ein schönes Gefühl so schwerelos zu sein, und dann nach mit einem riesigen Stingray und ein paar Riffhaien mal wieder beeindruckend. Aber auch direkt vom Strand auch konnten wir schnorchelnd viel sehen. Nach einem Schnorchel-/ Strand-/ Entspannungstag stand schon die letzte Etappe, der Karijini Nationalpark auf dem Plan. Geprägt durch Schluchten, Wasserfälle und tolle Süßwasserbadestellen und KEINE lästigen Fliegen mehr, war es ein wundervoller Tag zum Abschluss. Denn der eigentlich letzte Tag bestand aus dieser 1300km gerade aus Strecke bis Perth. Vorbei an unzähligen Minen, Riesentrucks und einer Goldgräberstadt war der Weg also recht anstrengend. Angekommen in Perth hatte ich noch zwei Tage für mich, die ich im verträumten Ort Fremantle, auf Rottnest Island und in der Metropole Perth verbrachte. In Fremantle untergekommen in einem Hostel, das mal Feuerwehr war, mit sehr lockeren Flair, fuhr ich am nächsten Morgen mit der Fähre nach Rottnest Island. Heimat der Quokkas, Traumstrände, Fahrradinsel durch und durch! Mein letzter Fahrrad Ritt war Anfang Dezember in Ayutthaya, Thailand, wo man nicht mal auf Motorrädern Helm trägt, und nun wo es sogar Pflicht ist auf dem Fahrrad einen zu tragen. Aber ich habe es nicht verlernt und hatte einen sehr schönen Tag.
darf ich vorstellen: ein Quokka :)
wisst ihr jetzt was ich meine? unbeschreiblich, dort habe ich übrigens fleißig Tagebuch geschrieben

Fahrradtour auf Rottnest Island
Emu zwischen den Pinnacles

Wave Rock
Natures Window
Entspannung auf Rotnest Island
Pinnacles, Steinsäulen mitten in der Sandwüste

Heute war ich den ganzen Tag in Perth unterwegs. Ein bisschen Einkaufsstraße und Getummel anschauen, kleine Gassen durchlaufen, Botanischer Garten (der aber nicht mit Sydney mithalten kann) und von einem Park aus den Blick auf die Stadt, umgeben vom Wasser, genießen.