Freitag, 12. Juni 2015

Endlich wieder vereint

Nach 6 Monaten einfach nur ein tolles Gefühl dich bei mit zu haben!

Ich habe ihr kaum Zeit zum ankommen gelassen, sie einfach am Flughafen mit unserem gemieteten Van abgeholt und direkt im dunkeln bis 3 Stunden Richtung Norden, somit ins Warme Richtung Fraser Island gefahren. Jessi kam das ganze ab der Autofahrt mit mir eher vor wie eine Wochenendausflug in der Heimat. Erst am nächsten morgen als sie dann das ganze Land und sogar halb Fraser Island bestaunen durfte, konnte sie realisieren das wir gemeinsam am anderen Ende der Welt sind.

Aber nun mal langsam, nachdem ich also in Townsville kurz vor meiner Abfahrt noch einen niedlichen Sonntagsmarkt und viel Sonne an der Lagune getankt habe, saß ich den halben Tag im Bus und bin die Küste entland gefahren um nach Airlie Beach zu kommen. Eine kleine Stadt, die durch touristen belebt wird, die den Hafen als Ausgangpunkt für Bootstouren zu den Whitsunday Islands nutzen. Für mich war es also eine Nacht im Hostel inklusive Livemusik und etwas wenig Schlaf, und am darauffolgenden Montag begann die Segeltörn zu Korallenriffen, verträumten Inseln, Delfinen, Schildkröten und den wundervollen Whithaven Beach. Bei einigen Tauch- und Schnorchelgängen war das Erlebnis 3 Tage und 2 Nächte Segelboot absolut gelungen! Vor allem der Tauchgang mit insgesamt 7 Schildkröten, Clownfishen (Nemo`s) und vielen anderen bunten Fischen war super schön! Und beim Segeln habe ich auch oft an Opa Rolf gedacht, denn die Schräglagen des Bootes und die ganzen Aussichten waren eine tolle Kombination! Ein bisschen Aktion darf ja auch dabei sein! :)
Nach viel Sonne und ein bisschen Entspannung an Deck bin ich nach Ankunft am Festland mit nahtlosen Übergang in den Bus nach Rockhampton gestiegen. Dort waren vor ca. 5 jahren Christoph und Babbel und haben im Zoo ihr erstes Wombat gesehen, und hielten es für Schweine... tzzz naja und im botanischen Garten habe ich dann mit Hilfe auch den von Christoph beschriebenen Wurstbaum gefunden. Wobei ich mir als ich den Ranger fragte nicht ganz sicher war ob es eher ein Scherz war. Doch er fand es so niedlich und hat sein Office gleich geschlossen und mit diesesn Wurstbaum gezeigt, der aus Afrika stammt. Jedoch sollte ich diese Früchte die wie eine große Salami aussehen nicht auf der Brot legen sagte er mir. Aber man kann ein bierähnliches Gebräu daraus gewinnen... das wusste Christph scheinbar damals nicht.
Jedoch hatte ich nur einen Tag Zeit für dieses nette Städtchen und bin in der darauffolgenden Nacht nach Agnes Water gefahren. Dort habe ich mit mit zwei bekannten Mädels von der Segeltörn getroffen um einen entspannten Tag am Strand zu genießen. Leider keine Wellen an diesem Tag und ich musste das Surfen leider vertagen. Ein gemeinsames Abendessen in einer der vielen BBQ Areas am Strand beim Sonnenuntergang (der ja hier schon gegen 18 Uhr ist) war ein schöner Abschied um die fast 10 stündige Busfahrt nach Brisbane anzutreten. 
In "Brissie" habe ich dann nach einigen Komplikationen den gemieteten Campervan abholen können und noch ein bisschen das Stadtleben auf mich wirken lassen, um mich schon wieder ein bisschen daran zu gewöhnen. Jedoch gibt es hier einen riesen Berg auf dem man die ganze Stadt und Umgebung begutachten kann und einen wieder sehr grünen botanischen Garten, also viel zum Zeitvertreib bis Jessi dann am Sonntag abend endlich am Flughafen in Brissie ankam. Darauf habe ich mich ja schon einige Tage sehr gefreut, jedoch auch mit einem mulmigen Gefühl, denn das beteuted das es auch für mich nur noch ein Urlaub ist und die Tage nun sehr gegrenzt sind...

Seit dem Jessi nun hier bei mir ist, haben wir schon wieder unheimlich viel erlebt. Wir waren auf Fraser Island, der weltgrößten Sandinsel, für 3 Tage und 2 Nächte im Zelt unterwegs. Fortbewegen kann man sich dort nur mit einem Jeep oder zu Fuß. Aufgrund der größe fiel die Entscheidung dann schnell auf Jeep und wir haben das Selbstfahrerlebnis am Standhighway ausgekostet. Waren in tollen kristallblauen Seen (Lake McKenzie) und grünen Emeraldlakes baden, haben uns auf kleinen Boards auf dem Fluss entlangtreiben lassen, auf Felsen Ausschau nach Walen gehalten, Delfine gesehen, Sandboarden in der Wüste, Lagerfeuer im Camp und so vieles mehr... 

Nach all diesen Eindrücken zurück auf dem Festland und in unserem gemütlichen Camper, sind wir nach Noosa Beach gefahren, einen kleinen Surferort. Dort haben wir eine Küstenwanderung mit der Aussicht auf viele Surfer und auch einen sehr sportlichen Koala, der ganz oben im Eukalyptusbaum saß vorgenommen. Das war natürlich nicht das Einzige. Von Steilklippe bis hin zu Sandstrand, von Eukalyptusbäumenbis zu blühenden Sträuchern, viele wilde Truthähne, bunte Vögel ...
Nach dieser ganzen Aktivität konnten wir gut schlafen und waren fir für den heutigen Tag. Denn wir waren in Brissie in einem Koala (und Wildtier) Park. Dort haben wir nicht nur Schafe gestreichelt, sondern auch den Hütehunden bei ihrer Arebit zugeschaut, Australiern wie sie Schafe scheren, einen Koala auf dem Arm gehalten, mit Kängurus in der Sonne gedöst und gefüttert, einen Tasmanischen Teufel gesehen... Ich in meinem Element! Und Jessie war nach anfänglichem Misstrauen gegenüber großen krallen und Pfoten doch noch ganz tapfer und hat die hier einheimische Tierwelt für sehr niedlich und freundlich empfunden.
Am Abend waren wir dann ich der Innenstadt untwerwegs und haben eine Flussfahrt mit toller Skyline der beleuchteten Hochhäuser genossen. Nun muss oich mich aber beeilen um meinen Schönheitsschlaf noch etwas zu bekommen, morgen früh beginnt die Inselfahrt nach Moreton zu den Delfinen und zum Schnorcheln schon 6.30 Uhr. Also genießt das Sommerwetter in der Heimat, denn ihr habt im Moment höherer Temperaturen als wir hier! :)


Lake McKenzie

Sandboarden auf Fraser Island

auch die gibt es hier...

Wurstbaum gefunden


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