Zwei Wochen gemeinsam mit Jessi und unserem quitschgrünen
Campervan an der Ostküste Australiens, einen besseren Abschluss der Reise
dieses Landes kann ich mir kaum vorstellen. Nun sitzen wir im Flugzeug von
Sydney nach Singapur und wussten gleich überhaupt nicht wie lange wir fliegen.
Denn trotz Flugcheck am Abend zuvor hat sich am Flughafen herausgestellt, das
das Flugzeug mit 2 Stunden Verspätung startet, und dann noch 2 Stunden
Zeitverschiebung bis Singapur haben uns ganz durcheinander gebracht. Nun wissen
wir aber es sind noch fast 3 Stunden die wir hier rumgammeln über den Wolken.
Also Zeit um euch zu schreiben.
Die Orte zwischen Brisbane und Sydney haben wir fast ohne
Rückschläge gemeistert. Nur einmal haben wir uns im Matsch festgefahren. Das
scheint irgendwie ein Talent von mir geworden zu sein. Oder es lag daran, dass
es so viel regnete und wir auf einem Pferdehof Unterschlupf gesucht haben um
eine warme Dusche im Hinterland zu genießen. Am nächsten Morgen wurden wir aber
von einem gewohnt locker und unheimlich netten australischen Bauern
herausmanövriert, der sich freute uns „Guten Tag“, „Autobahn“ und „Oktoberfest“
an den Kopf zu werfen. Denn das ist meißt das erste was den Einheimischen
einfällt wenn sie Germany hören. Also
konnten wir auch diese Situation gewohnt entspannt mit nur minimalen Zeitverzug
auf unserer Route meistern.
Ansonsten haben wir sehr viel erlebt. Auf einer kleinen
Insel vor Brisbane „Moreton Island“ waren wir wandern, wilde Delfine füttern
und an 15 vor der Küste drapierten Wracks schnorcheln. Dort konnte auch ich
eine neue Art Hai sehen. Ein Wobbegong Hai. Bloß gut das bei der Einführung nur
„Shark“ (English-Hai) verwendet wurde und Jessi nur wusste das ich ihr schonmal
von diesem Shark erzählt habe, jedoch nicht was das für ein Fisch war… ich habe
sie wohlbedacht nicht sofort aufgeklärt J
Für Jessi, die schon seit Jahren nicht schnorcheln war war es also was ganz
neues und mit unserer erstandenen Kamera haben wir alles festhalten können. Die
Wracks liegen schon ca 100 Jahre und sind somit vor den verschiedensten
Korallen bewachsen und auch Lebensraum verschiedenster Fischarten. Zwei
schlafende Wobbegong Sharks waren schon nett anzusehen, als uns dann der eine
noch aus einem Lock entgegenschwamm war ich echt beeindruckt, und froh das ich
das Wort Hai vorher nicht verwendet habe. So war Jessi nur etwas von der Größe
„dieses komischen Fisches“ verwundert. Zurück auf dem Boot musste ich ihr dann
doch von meiner Begeisterung über den Hai berichten. Man muss also nicht immer
Angst haben nur weil es ein Hai ist… aber wir mussten uns dann schon sehr über
die ganze Situation amüsieren, doch hätte ich vorher alles erklärt, hätte ich
vielleicht noch allein schnorcheln gehen müssen…
| Wobbegong Shark |
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An der Küste waren viele niedliche vertäumte Orte voll von
gelassenen Surfern. Aber auch unerwartet große Srädte wie „Gold Coast“ und
„Surfers Paradise“ mit Wolkenkratzern und Resort neben Resort. Da war ich sehr
froh, dass nicht nur mir es bei diesem Anblick schon von weitem schauerte, und
wir einstimmig schnell durchfahren konnten, Richtung nächsten Nationalpark.
Einen tollen Strandtag in Byron Bay, half der Entspannung, sollte aber auch
unser letzten sein, denn hier ist ja Winter und je näher wir Syney kamen, desto
kühler wurde es. Jedoch gefiel uns beiden dieser Ort besonders gut. Mit
einladenden Flair und Kleinstadtcharme, gelassenen Bewohnern die immer gerne
mit uns ins Gespräch kommen, sei es beim Schwimmen im Meer, wenn wir versuchen
gegen die Wellen zu kämpfen oder einfach auf der Straße beim Aussteigen aus dem
Van, denen fällt immer was ein uns anzusprechen. Da teilen wir auch gern den
kostbaren eingeflogenen deutschen Tee J,
denn dafür bekommt man dann gleich mal das Surfboard ausgeliehen. Schön wenn es
zu Hause auch so unbekümmert sein könnte! Nachdem wir eigentlich jeden Tag auf
unseren Küstenwanderungen Ausschau nach Buckelwalen gehalten haben, die jetzt
Richtung Norden ziehen, sind wir dann am Leuchthaus in Byron Bay endlich fündig
geworden. Erst ein so stark gezeichneter Regenbogen am Himmel und dann 2 Wale
die vorbei ziehen- was für ein Naturschauspiel!
| Flosse eines Buckelwal |
Damit es nicht langweilig wird, sind wir auch in einen
Regenwald gefahren, aber danach hat es uns gleich wieder zur Küste gezogen, und
an einen Strand, den wir nicht für uns allein haben konnten… schaut mal wer
mich da die ganze Zeit belagert hat…
Koalas haben wir gesehen in freier Natur auf den Bäumen, im
Wildpark auch auf dem Arm gehalten und nun wollten wir noch ein Koala
Krankenhaus etwas unterstützen. Hier
wohnen die, die in der Naut nicht mehr zurecht kommen oder behandelt
werden um wieder ausgewildert zu werden. Wie ein älterer der nach einer
Infektion blind ist, eine Koaladame, die bei einem Buschfeuer den Baum
hochgeklettert ist und deren Krallen nun nie wieder nachwachsen, somit kann sie
nicht mehr die Bäume hochklettern… und viele andere Geschichten wurden uns
erzählt.
Entspannt ist es hier an der Küste denn wir Mädels können
uns so gut organisieren. Mit Barbeque Areas überall am Strand gelegen konnte
ich immer ein nettes Essen zaubern und Jessi unser kleines zu Hause ordenlich
halten und den Tisch mit Blick auf das Meer vorbereiten… da fällt es schon
schwer „lebe wohl“ zu sagen!
| einfach zu niedlich |
| Pelikan im Flug |
Die letzten Tage in den Bergen „Blue Mountains“ und in
meinem alt bekannten Hostel in Sydney vergingen wie im Flug. Diese Stadt hat
immer etwas neues zu bieten! Gemeinsam sind wir über die Harbour Bridge
gelaufen und waren im Vergnügungspark „Luna Park“- Riesenrad mit dieser
Stadtskyline bei Nacht- das hat man nicht alle Tage! Jedoch schade das wir
nicht wie noch im März an den Abenden im Shirt draußen vor dem Operahause
rumsitzen konnten- einfach zu kalt!
Nun aber genug, die festen Schuhe haben augedient- liegen
jetzt im Mülleimer im Hostel und zuversichtlich sitze ich hier mit meinen Flip
Flops. Ich hoffe ich werde in Singapur, Bangkok und dann am Freitag in
Frankfurt keine kalten Füße bekommen…
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