Montag, 22. Juni 2015

Bye bye Australien



Zwei Wochen gemeinsam mit Jessi und unserem quitschgrünen Campervan an der Ostküste Australiens, einen besseren Abschluss der Reise dieses Landes kann ich mir kaum vorstellen. Nun sitzen wir im Flugzeug von Sydney nach Singapur und wussten gleich überhaupt nicht wie lange wir fliegen. Denn trotz Flugcheck am Abend zuvor hat sich am Flughafen herausgestellt, das das Flugzeug mit 2 Stunden Verspätung startet, und dann noch 2 Stunden Zeitverschiebung bis Singapur haben uns ganz durcheinander gebracht. Nun wissen wir aber es sind noch fast 3 Stunden die wir hier rumgammeln über den Wolken. Also Zeit um euch zu schreiben.
Die Orte zwischen Brisbane und Sydney haben wir fast ohne Rückschläge gemeistert. Nur einmal haben wir uns im Matsch festgefahren. Das scheint irgendwie ein Talent von mir geworden zu sein. Oder es lag daran, dass es so viel regnete und wir auf einem Pferdehof Unterschlupf gesucht haben um eine warme Dusche im Hinterland zu genießen. Am nächsten Morgen wurden wir aber von einem gewohnt locker und unheimlich netten australischen Bauern herausmanövriert, der sich freute uns „Guten Tag“, „Autobahn“ und „Oktoberfest“ an den Kopf zu werfen. Denn das ist meißt das erste was den Einheimischen einfällt wenn sie Germany hören.  Also konnten wir auch diese Situation gewohnt entspannt mit nur minimalen Zeitverzug auf unserer Route meistern.
Ansonsten haben wir sehr viel erlebt. Auf einer kleinen Insel vor Brisbane „Moreton Island“ waren wir wandern, wilde Delfine füttern und an 15 vor der Küste drapierten Wracks schnorcheln. Dort konnte auch ich eine neue Art Hai sehen. Ein Wobbegong Hai. Bloß gut das bei der Einführung nur „Shark“ (English-Hai) verwendet wurde und Jessi nur wusste das ich ihr schonmal von diesem Shark erzählt habe, jedoch nicht was das für ein Fisch war… ich habe sie wohlbedacht nicht sofort aufgeklärt J Für Jessi, die schon seit Jahren nicht schnorcheln war war es also was ganz neues und mit unserer erstandenen Kamera haben wir alles festhalten können. Die Wracks liegen schon ca 100 Jahre und sind somit vor den verschiedensten Korallen bewachsen und auch Lebensraum verschiedenster Fischarten. Zwei schlafende Wobbegong Sharks waren schon nett anzusehen, als uns dann der eine noch aus einem Lock entgegenschwamm war ich echt beeindruckt, und froh das ich das Wort Hai vorher nicht verwendet habe. So war Jessi nur etwas von der Größe „dieses komischen Fisches“ verwundert. Zurück auf dem Boot musste ich ihr dann doch von meiner Begeisterung über den Hai berichten. Man muss also nicht immer Angst haben nur weil es ein Hai ist… aber wir mussten uns dann schon sehr über die ganze Situation amüsieren, doch hätte ich vorher alles erklärt, hätte ich vielleicht noch allein schnorcheln gehen müssen…
Wobbegong Shark

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An der Küste waren viele niedliche vertäumte Orte voll von gelassenen Surfern. Aber auch unerwartet große Srädte wie „Gold Coast“ und „Surfers Paradise“ mit Wolkenkratzern und Resort neben Resort. Da war ich sehr froh, dass nicht nur mir es bei diesem Anblick schon von weitem schauerte, und wir einstimmig schnell durchfahren konnten, Richtung nächsten Nationalpark. Einen tollen Strandtag in Byron Bay, half der Entspannung, sollte aber auch unser letzten sein, denn hier ist ja Winter und je näher wir Syney kamen, desto kühler wurde es. Jedoch gefiel uns beiden dieser Ort besonders gut. Mit einladenden Flair und Kleinstadtcharme, gelassenen Bewohnern die immer gerne mit uns ins Gespräch kommen, sei es beim Schwimmen im Meer, wenn wir versuchen gegen die Wellen zu kämpfen oder einfach auf der Straße beim Aussteigen aus dem Van, denen fällt immer was ein uns anzusprechen. Da teilen wir auch gern den kostbaren eingeflogenen deutschen Tee J, denn dafür bekommt man dann gleich mal das Surfboard ausgeliehen. Schön wenn es zu Hause auch so unbekümmert sein könnte! Nachdem wir eigentlich jeden Tag auf unseren Küstenwanderungen Ausschau nach Buckelwalen gehalten haben, die jetzt Richtung Norden ziehen, sind wir dann am Leuchthaus in Byron Bay endlich fündig geworden. Erst ein so stark gezeichneter Regenbogen am Himmel und dann 2 Wale die vorbei ziehen- was für ein Naturschauspiel!

Flosse eines Buckelwal


Damit es nicht langweilig wird, sind wir auch in einen Regenwald gefahren, aber danach hat es uns gleich wieder zur Küste gezogen, und an einen Strand, den wir nicht für uns allein haben konnten… schaut mal wer mich da die ganze Zeit belagert hat…




Koalas haben wir gesehen in freier Natur auf den Bäumen, im Wildpark auch auf dem Arm gehalten und nun wollten wir noch ein Koala Krankenhaus etwas unterstützen. Hier  wohnen die, die in der Naut nicht mehr zurecht kommen oder behandelt werden um wieder ausgewildert zu werden. Wie ein älterer der nach einer Infektion blind ist, eine Koaladame, die bei einem Buschfeuer den Baum hochgeklettert ist und deren Krallen nun nie wieder nachwachsen, somit kann sie nicht mehr die Bäume hochklettern… und viele andere Geschichten wurden uns erzählt.
Entspannt ist es hier an der Küste denn wir Mädels können uns so gut organisieren. Mit Barbeque Areas überall am Strand gelegen konnte ich immer ein nettes Essen zaubern und Jessi unser kleines zu Hause ordenlich halten und den Tisch mit Blick auf das Meer vorbereiten… da fällt es schon schwer „lebe wohl“ zu sagen!

einfach zu niedlich


Pelikan im Flug





Die letzten Tage in den Bergen „Blue Mountains“ und in meinem alt bekannten Hostel in Sydney vergingen wie im Flug. Diese Stadt hat immer etwas neues zu bieten! Gemeinsam sind wir über die Harbour Bridge gelaufen und waren im Vergnügungspark „Luna Park“- Riesenrad mit dieser Stadtskyline bei Nacht- das hat man nicht alle Tage! Jedoch schade das wir nicht wie noch im März an den Abenden im Shirt draußen vor dem Operahause rumsitzen konnten- einfach zu kalt!
Nun aber genug, die festen Schuhe haben augedient- liegen jetzt im Mülleimer im Hostel und zuversichtlich sitze ich hier mit meinen Flip Flops. Ich hoffe ich werde in Singapur, Bangkok und dann am Freitag in Frankfurt keine kalten Füße bekommen…

Freitag, 12. Juni 2015

Endlich wieder vereint

Nach 6 Monaten einfach nur ein tolles Gefühl dich bei mit zu haben!

Ich habe ihr kaum Zeit zum ankommen gelassen, sie einfach am Flughafen mit unserem gemieteten Van abgeholt und direkt im dunkeln bis 3 Stunden Richtung Norden, somit ins Warme Richtung Fraser Island gefahren. Jessi kam das ganze ab der Autofahrt mit mir eher vor wie eine Wochenendausflug in der Heimat. Erst am nächsten morgen als sie dann das ganze Land und sogar halb Fraser Island bestaunen durfte, konnte sie realisieren das wir gemeinsam am anderen Ende der Welt sind.

Aber nun mal langsam, nachdem ich also in Townsville kurz vor meiner Abfahrt noch einen niedlichen Sonntagsmarkt und viel Sonne an der Lagune getankt habe, saß ich den halben Tag im Bus und bin die Küste entland gefahren um nach Airlie Beach zu kommen. Eine kleine Stadt, die durch touristen belebt wird, die den Hafen als Ausgangpunkt für Bootstouren zu den Whitsunday Islands nutzen. Für mich war es also eine Nacht im Hostel inklusive Livemusik und etwas wenig Schlaf, und am darauffolgenden Montag begann die Segeltörn zu Korallenriffen, verträumten Inseln, Delfinen, Schildkröten und den wundervollen Whithaven Beach. Bei einigen Tauch- und Schnorchelgängen war das Erlebnis 3 Tage und 2 Nächte Segelboot absolut gelungen! Vor allem der Tauchgang mit insgesamt 7 Schildkröten, Clownfishen (Nemo`s) und vielen anderen bunten Fischen war super schön! Und beim Segeln habe ich auch oft an Opa Rolf gedacht, denn die Schräglagen des Bootes und die ganzen Aussichten waren eine tolle Kombination! Ein bisschen Aktion darf ja auch dabei sein! :)
Nach viel Sonne und ein bisschen Entspannung an Deck bin ich nach Ankunft am Festland mit nahtlosen Übergang in den Bus nach Rockhampton gestiegen. Dort waren vor ca. 5 jahren Christoph und Babbel und haben im Zoo ihr erstes Wombat gesehen, und hielten es für Schweine... tzzz naja und im botanischen Garten habe ich dann mit Hilfe auch den von Christoph beschriebenen Wurstbaum gefunden. Wobei ich mir als ich den Ranger fragte nicht ganz sicher war ob es eher ein Scherz war. Doch er fand es so niedlich und hat sein Office gleich geschlossen und mit diesesn Wurstbaum gezeigt, der aus Afrika stammt. Jedoch sollte ich diese Früchte die wie eine große Salami aussehen nicht auf der Brot legen sagte er mir. Aber man kann ein bierähnliches Gebräu daraus gewinnen... das wusste Christph scheinbar damals nicht.
Jedoch hatte ich nur einen Tag Zeit für dieses nette Städtchen und bin in der darauffolgenden Nacht nach Agnes Water gefahren. Dort habe ich mit mit zwei bekannten Mädels von der Segeltörn getroffen um einen entspannten Tag am Strand zu genießen. Leider keine Wellen an diesem Tag und ich musste das Surfen leider vertagen. Ein gemeinsames Abendessen in einer der vielen BBQ Areas am Strand beim Sonnenuntergang (der ja hier schon gegen 18 Uhr ist) war ein schöner Abschied um die fast 10 stündige Busfahrt nach Brisbane anzutreten. 
In "Brissie" habe ich dann nach einigen Komplikationen den gemieteten Campervan abholen können und noch ein bisschen das Stadtleben auf mich wirken lassen, um mich schon wieder ein bisschen daran zu gewöhnen. Jedoch gibt es hier einen riesen Berg auf dem man die ganze Stadt und Umgebung begutachten kann und einen wieder sehr grünen botanischen Garten, also viel zum Zeitvertreib bis Jessi dann am Sonntag abend endlich am Flughafen in Brissie ankam. Darauf habe ich mich ja schon einige Tage sehr gefreut, jedoch auch mit einem mulmigen Gefühl, denn das beteuted das es auch für mich nur noch ein Urlaub ist und die Tage nun sehr gegrenzt sind...

Seit dem Jessi nun hier bei mir ist, haben wir schon wieder unheimlich viel erlebt. Wir waren auf Fraser Island, der weltgrößten Sandinsel, für 3 Tage und 2 Nächte im Zelt unterwegs. Fortbewegen kann man sich dort nur mit einem Jeep oder zu Fuß. Aufgrund der größe fiel die Entscheidung dann schnell auf Jeep und wir haben das Selbstfahrerlebnis am Standhighway ausgekostet. Waren in tollen kristallblauen Seen (Lake McKenzie) und grünen Emeraldlakes baden, haben uns auf kleinen Boards auf dem Fluss entlangtreiben lassen, auf Felsen Ausschau nach Walen gehalten, Delfine gesehen, Sandboarden in der Wüste, Lagerfeuer im Camp und so vieles mehr... 

Nach all diesen Eindrücken zurück auf dem Festland und in unserem gemütlichen Camper, sind wir nach Noosa Beach gefahren, einen kleinen Surferort. Dort haben wir eine Küstenwanderung mit der Aussicht auf viele Surfer und auch einen sehr sportlichen Koala, der ganz oben im Eukalyptusbaum saß vorgenommen. Das war natürlich nicht das Einzige. Von Steilklippe bis hin zu Sandstrand, von Eukalyptusbäumenbis zu blühenden Sträuchern, viele wilde Truthähne, bunte Vögel ...
Nach dieser ganzen Aktivität konnten wir gut schlafen und waren fir für den heutigen Tag. Denn wir waren in Brissie in einem Koala (und Wildtier) Park. Dort haben wir nicht nur Schafe gestreichelt, sondern auch den Hütehunden bei ihrer Arebit zugeschaut, Australiern wie sie Schafe scheren, einen Koala auf dem Arm gehalten, mit Kängurus in der Sonne gedöst und gefüttert, einen Tasmanischen Teufel gesehen... Ich in meinem Element! Und Jessie war nach anfänglichem Misstrauen gegenüber großen krallen und Pfoten doch noch ganz tapfer und hat die hier einheimische Tierwelt für sehr niedlich und freundlich empfunden.
Am Abend waren wir dann ich der Innenstadt untwerwegs und haben eine Flussfahrt mit toller Skyline der beleuchteten Hochhäuser genossen. Nun muss oich mich aber beeilen um meinen Schönheitsschlaf noch etwas zu bekommen, morgen früh beginnt die Inselfahrt nach Moreton zu den Delfinen und zum Schnorcheln schon 6.30 Uhr. Also genießt das Sommerwetter in der Heimat, denn ihr habt im Moment höherer Temperaturen als wir hier! :)


Lake McKenzie

Sandboarden auf Fraser Island

auch die gibt es hier...

Wurstbaum gefunden