Sonntag, 3. Mai 2015

Lorne, und wie geht es danach weiter?



 Die ersten 4 Wochen in Lorne bin ich wirklich nur von einer Arbeit zur anderen gelaufen, zwischendurch habe ich versucht schnell ne Runde zu Joggen, Joga, zu surfen oder meine Seelöwen/ Koalas oder Kängurus zu besuchen. Denn zwischenzeitlich waren es sogar 3 Jobs, habe ich doch auf einer Hochzeit im Beach Pavillion Lorne ausgeholfen. Wer Lust hat kann das mal googlen, da ich da arbeiten war gibt es keine Bilder, aber die Location ist wirklich ein Traum und eine interessante Erfahrung auf einer australischen Hochzeit dabei zu sein.
Meine 5. und letzte Woche in Lorne war entspannter als die Zeit zuvor. Denn im Bundesstaat Victoria wird Winter, und das heißt es wird wirklich kühl! Somit kommen natürlich auch nicht mehr so viele Urlauber an den Küstenort. Sehr gut natürlich das ich dachte, nach Neuseeland brauche ich die dicke Fleecejacke nicht mehr und habe sie Christoph mit Heim gegeben. Brrr… so kalt, da musste ich von einem aus dem Hotel halt für ein paar Tage die Skijacke borgen, das sah natürlich sehr lustig aus, aber so konnten sich die Australier wenigstens amüsieren ;) Da es dann aber so ruhig geworden ist und ich in der Woche tatsächlich nur noch 45 Arbeitsstunden anstatt der üblichen 65-70 pro Woche hatte, habe ich beschlossen weiter zu ziehen. Aber auf einmal so viel Freizeit zu haben war mir auch eine willkommene Überraschung, denn so konnte ich noch mehr die Gegend erkunden. Einer aus dem Restaurant neben an merkte wie früh ich immer Feierabend hatte und hat spontan entschlossen mir mit dem Jeep noch einiges zu zeigen. So waren wir im Surfer Ort Torque und dem Surfmuseum, der Stadt Geelong zum bummeln und den Hafen anschauen, am Kennett River Koalas in den Bäumen beobachten und auf einer kleinen Känguru Safari – auf der ich sogar den Jeep gefahren bin J, am Apollo Bay wo ich einen kleinen Hasi aufsammeln musste, denn er saß mitten am Eingang zum großen Pier und es war schon so kalt und Nacht und ich musste es einfach versuchen ihm zu helfen. Er hatte dann mit uns noch einen amüsanten Abend und ein großes Zimmer zum rumhoppeln. Jedoch war er sehr sehr jung und hatte Probleme mit Nase und Augen, wie sich rausstellte eine weit verbreitete Pest in Australien. Nun aber den Abend hat er sehr genossen. Am nächsten Morgen mussten wir ihn leider begraben, sowas machen Australier wohl nicht wie ich mir sagen lassen hab, aber ich habe darauf bestanden und ihm auf meiner Lieblingsstrecke bei den Koalas am Fluss ein wunderschönes Plätzchen gesucht. Die letzte Zeit verging dann wirklich unheimlich schnell, denn wir waren oft surfen und abends wenn wir das Restaurant im Hotel geschlossen haben wurde unser Feierabendbier (in meinem Fall Feierabendcider) zu einer langanhaltenden Unterfangenheit. Also eine wirklich schöne Woche zum Abschied nehmen.
Surfen mit den Jungs: Australier- Kanadier- Brite- Deutsche :)

guter Platz zum enspannen, Balkon im Hotel Grand Pacific

12 Apostel (goße Steine im Wasser) an der Great Ocean Road


Nach einigen Überlegungen und Angeboten mit Bekannten mit zu reisen, habe ich mich dann doch für die Variante fliegen und vor Ort Camper mieten entschieden. Spontan hat sich der Wandergefährte aus Lorne, der schon seit 1 Woche abgereist war, entschieden mich zu begleiten. Nun ist auch die Woche in Tasmanien schon wieder vorbei und ich sitze am Flughafen und schaffe es hoffentlich diesmal den Post fertig zu schreiben und für euch online zu stellen. Als ich die Zeilen über Lorne begonnen hab zu schreiben, saß ich auf meinem Campingstuhl neben dem Van und einem wundervollen Fluss im herbstlichen Sonnenschein. Auf Tasmanien konnte ich einen traumhaften goldenen Herbst erleben! Die Blätter fallen von den Bäumen, alles bunt gefärbt, und dazu tagsüber Sonnenschein und laue Temperaturen. Doch Nachts und Morgens war es eisig, so dass ich ohne Bommelmütze kaum raus konnte. Ein komisches Gefühl den Herbst so zu erleben und dann gar nicht Geburtstag zu haben ;) aber heute reise ich schon weiter und hoffe auf wärmere Temperaturen an der Westküste. Aber die Bommelmütze ist noch zur Sicherheit in meinem Gepäck.
Wo soll ich nur anfangen wenn ich euch über Tasmanien berichten soll? Das kleine Neuseeland sagte mir zuvor jemand, das kann ich absolut bestätigen! Benannt nach dem Seefahrer Abel Tasman, das kann ja auch nur was gutes heißen, nachdem ich Christophs Lieblingsnationalpark Abel Tasman in Neuseeland auch für sehr gut empfunden habe. Angekommen in Hobart am Flughafen ging es direkt mit dem Camper los zum Mount Wellington, der eine meilenweite Sicht über die Gegend rund um die Stadt und das Meer bietet. Von dort aus sind wir in den Westen und die Berge gereist. Viele Wasserfälle und Seen umgeben von Berggipfeln prägen die Landschaft. Auf jeder Wanderung haben wir unendlich viele Wallabys gesehen, und einmal sogar ein dickes Wombat am Strand entlangspazieren. Das war am Lake St. Claire, ich saß auf einem Baumstamm und habe gehofft ein Schnabeltier zu sehen, da spaziert der da einfach entlang. Echt süß! Sehr viele Opossums waren in der Dämmerung zu sehen und viele lustige Vögel. Die Wanderung im Mount Cradle Nationalpark war ein absolutes Highlight. Nach der Erklimmung eines Gipfles von 1223m war die Aussicht und das Gefühl in mir so gut, das ich kaum vorstellen kann wie man sich nach 3000m in Nepal fühlt… aber das bleibt zu erkunden!
Von dort aus kam dann das Kontrastprogramm, schöne Städte Devonport mit Aborigine Kultur und Launceston mit vielen alten Herrenhäusern, einem tollen Park und direkt am Fluss gelegen einem interessanten Wanderweg, Seilbahn über den Fluss, für mich ganz schwindelfrei, und Wallabys + Pfau auf dem Kinderspielplatz. Doch das war nicht alles, an der Ostküste gibt es viele weiße Sandstrände unter anderem die Bay of fire mit rot gefärbten riesigen Steinen. Auch was ganz besonderes ist die Halbinsel Port Arthur mit einer ehemaligen Strafvollzugsanstalt des 19. Jhrd. Eine Insel voller Überraschungen! Ich versuche euch das in ein paar Bildern zu zeigen. Dier nächsten 2 Wochen werde ich dann an der Westküste reisen und sicher wieder schlechtes bis kein Internet haben. Danach hat eine Freundin aus Sydney schon gefragt ob ich sie zum Kings Canyon begleite, aber ob ich das alles schaffe weiß ich noch nicht. Denn spätestens am 7.6. möchte ich in Brisbane am Flughafen meine Jessi abholen. Vorher muss ich noch einen Tauchtrip zum Great Barrier Reef erleben und ein paar andere Dinge abarbeiten J also ein straffes Programm…
Ich freue mich immer sehr wenn ich so schöne ausführliche Mails aus der Heimat bekomme, meine liebe Omi, Mama, Katrin und auch mein lieber Andi- danke das ihr immer an mich denkt! Natürlich auch die Infos von Papa inkl. Bildern und vielen anderen erfreuen mich sehr! Moni wünsche ich ganz viel Kraft alles zu überstehen!
Genießt den Sommerbeginn in der Heimat!

Dogs with jobs- Flughafen Hobart-Tasmanien
Aussicht vom Mount Wellington

Panorama Mount Wellington

Tasmanisches Wallaby

Wombat am Lake St. Claire

Lydia in der Bucht der Schnabeltiere, wo ich nur das Wombat sehen konnte


Lake St. Claire

die 3 Wanderer haben wir nach ihrer 7 Tageswanderung am Lake St. Claire getroffen und sie ein Stück auf unserer Strecke mitgenommen, so konnten wir gute Geschichten austauschen und ein paar tolle Aussichten auf der Strecke gemeinsam genießen
am Mount Cradle

erinnerte mich an die Emerald Lakes in Neuseeland
in einem Park in Lauceston
Pfau und Wallabys auf dem Kinderspielplatz
Sonnenuntergang in Devonport
Bay of Fire

Pelikane im Bay of Fire

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