Samstag, 30. Mai 2015

Die Reise vom Outback in den Regenwald

Nun habe ich nicht einmal mehr 4 Wochen und möchte euch von der schönen Ostküste berichten. Da ich immer informiert bin über die Seitenaufrufe meines Blogs, sehe ich also auch das die Aufrufe auf weniger als ein Drittel als am Anfang meiner Reise gesunken sind. Aber für euch, die trotzdem noch viel an mich denken, oder die auch so an mich denken und keine Zeit zum lesen haben, gibt es nun mal wieder ein paar nette Eindrücke einer anderen Welt.
Mein Flug von Perth nach Cairns ist problemlos und sehr nett verlaufen. Positiv überrascht von den sehr warmen Temperaturen in Cairns habe ich gleich in einem Hostel mit Pool genächtigt. Das subtropische Klima ist ja echt was für mich! Daran könnte ich mich gewöhnen! In Cairns selbst gibt es keinen Strand zum baden, aber eine angelegte Lagune mit hübschem azurblauem Wasser. Ansonsten alles recht touristisch. Die Stadt ist Ausgangspunkt für unzählige Bootfahrten zum Great Barrier Reef, dem Regenwald, den Krokodilgebieten und einem Gebiet übersäht von Wasserfällen. Ein ausgedehntes Sportprogramm wie hier, gibt es aber weitaus nicht überall. So wird zwei mal täglich zu freien Übungsstunden geladen. Ich habe mich dem Zumba angeschlossen, was mit ungefähr 50-60 Menschen auf einer riesigen Festwiese zu einem halben Festival wurde-was für ein Spaß! Den Tauchtrip zu einem der wundervollsten Riffe der Welt konnte ich mir auch nicht entgehen lassen. Aslo bin ich mit einem Segelboot für eine Nacht und 2 lange Tage mit 6 Tauchgängen, inklusive Nachttauchgang, in See gestochen. Da das Wetter leider verhältnismäßig rau war, war die Sicht nicht so klar wie auf dem Tauchboot in Thailand, aber das Riff trotzdem sehr farbenfroh. Mit ein paar kleinen Riffhaien und Schildkröten zu tauchen ist auch noch was besonderes für mich. Auch der Abend auf dem Meer bei lauen Temperaturen, das ist was woran ich mich durchaus gewöhnen könnte. Vielleicht eine Idee für eine neue Reise. Diesen Einfall bekam ich schon in Neuseeland, im Bay of Island, wo viele Weltumsegler entspannen... aber träumen kann man ja :)
Kaum zurück von der Segel- und Tauchfahrt hatte ich nur eine Nacht in meinem Poolhostel habe ich mit zwei unglaublich süßen Mädels aus München ein Auto geliehen und wir haben unsere eigene Regenwald-Krokodil-Wasserfall- Tour gemacht. Frei nach dem Motto- Bustour kann ja jeder. Da die beiden mit gerade eimal 19 Jahren sehr jung aber unheimtich taff und mutig waren, fühlten sie sich mit mir noch sicherer und meinten immer ich bin ihre Reisemutti. Ein paar echt unheimlich lustige Tage hatten wir gemeinsam! Solche Reisebekanntschaften sind einfach so frisch und wundervoll! Für mich wwar der Unterschied nach der Westküste so enorm. Denn von dem Outbackfeeling ist hier nichts mehr übrig. Ein dichter Regenwald, der sofort in Strand und darauffolgend in Meer übergeht, ist auch perfekt für Wanderungen! Die Tierwelt ist somit auch ganz anders. Wir mussten also mehrmals überlegen, baden zu gehen da überall Krokodile und andere hungrige Mäuler warten könnten. Jedoch waren wir immer schneller. Nein, die Krokodile haben wir nur vom Boot aus beobachtet und ganz nach Andreas Empfehlungen war ich nut in fließenden Gewäassern baden. Wie z.B. bei den Wasserfällen, den berühmten Millaa millaa Falls, die in der Shampoowerbung von Herbal Essences Drehort waren, haben wir schwimmend erkundet. Nicht nur diese, an dem Tag haben wir 6 Wasserfälle angeschaut innerhalb von ca. 60 km Umkreis, und da haben wirr nur die schönsten ausgesucht. Das Oma und Opa bekannte Junglecamp aus dem Fernsehen ist auch nicht weit weg. Leider habe ich keins der Baumkängurus gesehen, kein Cassowary (was vielleicht ganz gut war, die sind wohl recht agressiv), und auch kein Schnabeltier, die in der Region heimig sind. Dafür viele Wasserschildkröten, Spinnen, Käfer, Schmetterlinge in ausgefallenen Farben, Wallabys, Kokodile, verschiedene andere kleine Echsen...
Nach einer sehr ausgewogenen Tour bin ich direkt vom Auto in den Bus in Richtung Süden an der Küste umgestiegen. Mein nchste Halt war Townsville, wo ich gleich in die Fähre umgestiegen bin um nach Megnetic Isalnd zu schippern. Es wird also nicht langweilig. Dort habe ich mal wieder richtig gecampt. Magnetic- eine kleine entspannte Insel, mit vielen Koalas und Wallabys die sich gerne füttern lassen, und netten Aussichtspunkten- nur auf Wanderwegen zu erreichen -klingt gut oder? Normalerweise auch mit vielen schönen Riffen ein super Tauch und Schorchelspot, doch aufgrund des vielen Regens und Windes war die Sicht gleich Null, das sich es leider nicht gelohnt hat. Nach zwei Tagen dort bin ich dann zurück nach Townsville, um auf den Spuren von "Chris und Chris in Asia / Australia" die Lagune und einen sehr netten Aussichtspunkt zu besteigen. Das war ein relaxter Tag mit viel Sonne und morgen besuche ich noch den Sonntagsmarkt am Hafen mit einer bekannten von der Insel, um dann wieder in den Bus zu hüpfen. Denn übermorgen beginnt schon die Segeltörn zu denn Whitsunday Islands inklusive tauchen und hoffentlich guten Wetter...
Cape Tribulation- Regenwald-Strand-Meer



na habt ihr alle es gleich gesehen? genau hinschauen!

ertappt- nur mal kurz aus dem Beutel geschlüpft, aber ich sehe alles!


vielleicht könnt ihr bei diesem Foto ahnen was wir für eine amüsante Zeit haben



Donnerstag, 21. Mai 2015

Der wilde Westen



Mal wieder sitze ich am Flughafen und warte, die perfekte Zeit um euch von Westaustralien vorzuschwärmen!
Der Flug von Tasmanien über Melbourne nach Perth war langwierig aber mit doch recht netten Service von Virgin Australia Airline. So dass es dann, angekommen in Perth, direkt vom Flugzeug mit dem Bus durch die ganze Stadt zur Autovermietung ging und wir dann gleich Richtung Süden gefahren sind. Das hat „alte“ Erinnerungen geweckt, denn es war die gleiche Vermietung und auch der Van, den ich schon aus Neuseeland kannte. Mit dieser guten alten Klapperkiste durchfuhren wir dann die Wein- und Milchkuh Gebiete, mit ein paar echt schönen Surfstränden. Überall standen also Kühe aus Plastik in Lebensgröße rum, um daran zu erinnern dass die Gegend um Margaret River vor dem Weinanbau für die gute Milch bekannt war. Schon lustig wenn man es das erste Mal sieht und den Hintergrund nicht kennt. Unser Weg führte uns an der Küste entlang, inklusive Leuchtturm, der kleinen Stadt Albany mit britischem Flair bis nach Esperance. Dort waren wir im Nationalpark an schneeweißen Quarzstränden, die unter den Füßen so quitschen wir frischer Schnee, nur das einem Barfuß gar nicht kalt wird ;) Dieser Strand am „Lucky Bay“ hat aber nicht nur uns sondern auch den Kängurus gefallen, die sich dort gerne rumtreiben. Von dort aus fuhren wir eigentlich nur noch Richtung Norden und somit ins warme. Wir hatten echt Glück, denn kurz nachdem  wir in Perth losgefahren sind, traf ein Zyklon auf die nördliche Westküste. Als wir dann dort ankamen war auf dem einen Zeltplatz die Küche komplett zerstört und eine der Top Tauchspots „Navy Pier“ leider gesperrt. Jedoch gut das wir zu dem Zeitpunkt noch im Süden rumgefahren sind.





Lucky Bay

Nach Esperance war der nächste Stopp war „Wave Rock“, eine scheinbare Welle aus einem riesigen Granitfelsblock. Da wir kurz vor Sonnenuntergang dort ankamen, konnten wir dieses rote Gestein und das unendliche Land im perfekten Licht bestaunen.
Oh ihr merkt schon, diesmal ist es besonders schwer die richtigen Worte zu finden… Ihr müsst euch vorstellen, wir hatten 15 Tage dieses Auto, sind 6500 km gefahren, nicht selten sagte das Navi nach 300 km links abbiegen und am Ende sagte es sogar 1300 km diesem Highway folgen… Wir sind also stundenlang durch das Nichts gefahren! Eine Asphaltstraße (wenn überhaupt, manchmal nur Schotter) auf rote Erde wie hingelegt, nur irgendwelche Sträucher- da haben wir uns gefreut wenn die Kängurus, Emus oder Rinder über die Straße laufen um uns etwas anderes zu bieten… und dann auf einmal ein Nationalpark, wie Wave Rock, oder die Pinnacles- unendlich viele Steinsäulen mitten in einer Wüste… das Ganze ist so schwer in Worte zu fassen… Highlights gab es aber jeden Abend, denn der Sonnenuntergang hat hier so tolle Farben und die lila Wolken verschwinden erst wenn der einzigartige Sternenhimmel sie verdrängt. Diesen Sternenhimmel zu beobachten, und zu wissen, das in einem Umkreis von mehreren Kilometern sich niemand außer ein paar Buschtieren befindet, ist schon echt unvorstellbar… also seht es mir nach wenn ich etwas rumstammele, ich geb mein bestes J
Nach Wave Rock waren wir also bei den Pinnacles und sind dann in Richtung Kalbarri Nationalpark, entlang des größten Pink Lakes Australiens gefahren (leider war es schon dunkel). Auf dem Weg liefen wir viel entlang der Steilklippen und mussten feststellen, dass die außergewöhnliche Natur auch einige Laster mit sich trägt. Denn dort wurden wir schon den zweiten Tag von den gemeinen Buschfliegen auf penetrante Art und Weise verfolgt. Nein, es lag nicht an der fehlenden Dusche, auch wenn ich das Anton erst vorgeworfen habe! Anton war also meine Reisebegleitung für diesen außergwöhnlichen Roadtrip. Er hat sich sehr gut geschlagen, inkl. Abholung von Flughafen und großen grünen Rucksack tragen (der mittlerweile statt der anfänglichen 15 kg schon 20,5 kg wiegt) und auch auf der Strecke hat er sich nur selten von mir aus der Ruhe bringen lassen… ;)
Aber nun zurück zu den Buschfliegen- die Leute laufen hier also mit Netzen über dem Kopf rum und sehen aus wie Imker, da man hier förmlich von den Biehstern attakiert wird! Das haben wir nicht gemacht, aber nicht selten bin ich bei tropischen Temperaturen eingehüllt in mein Halstuch rumgelaufen und Anton hat versucht mit einem Handtuch die Viehchter zu verscheuchen… wie gesagt, unvorstellbar! Aber zum Glück sind sie nach Sonnenuntergang 18 Uhr auch schlafen gegangen und immer erst nach unserem Frühstück wieder aktiv geworden.
Im Kalbarri Nationalpark mussten wir also starke Nerven behalten um die durch einen Fluß geschaffenen Schluchten und das „Nature Window“ , ein natürlich geschaffenes Fenster aus Stein (Bilder folgen), zu erkunden.  Von dort aus fuhren wir Richtung Shark Bay, der tatsächlich wegen der den vielen Haien dort seinen Namen trägt. Auf dem Weg dorthin gab es am Highway einen Abzweig, den wir in Erwartung auf einen Shop/Dorf mitnehmen mussten. Wir wurden nicht nur mit einem Eis belohnt, sondern als wir dieses am Strand inkl. Kalte Dusche genießen wollten, sahen wir Delfine die bis zur Sandkante vorschwammen und spielten. Als wir mit den Füßen ins Wasserkamen gefiel ihnen dass, denn sie hielten sie für Fische und schwammen immer wieder nah zum Ufer. So etwas zu entdecken wenn man stundenlang durch nichts fährt ist einfach genial! Am nächsten Tag waren wir dann im Nationalpark und Strand von „Monkey Mia“ der dafür bekannt ist das die Delfine ins knöcheltiefe Wasser kommen und sich von den Volunteer füttern lassen. Besondere Touristen dürfen auch mal einen Fisch geben, und ich hatte dieses Glück den Delfin Puk, der mit 30 Jahren schon sehr alt ist, einen stinkenden Fisch ins Maul zu legen. Da das ganze so spontan war gibt es davon leider kein Foto für euch, aber es war wirklich sehr niedlich. Auf einer Bootstour mit Katamaran waren wir bei einer Perlenfarm und haben Haie, große Cobias, Delfine und Riesenschildkröten beobachtet. Die Suche nach einem Nachtplatz war nicht so einfach, und hinter einer Düne hat uns dann doch noch der Ranger gefunden und am morgen 6 Uhr mit uns einen längeren Plausch über Gott und die Welt gehalten. Wir waren etwas in Sorge bzgl. Der Strafe, aber als er uns den Beleg über 15 Doller ausstellte, und meinte das es vor einem Monat von 10 auf 15 erhöht wurde, und er das viel zu teuer findet, waren wir doch sehr erleichtert. Am Nachmittag tragen wir ihn dann in town wieder und waren nicht mehr so verschlafen, somit bekamen wir noch ein Erinnerungsfoto. Da er ja gerne schwatzt, hat er uns noch den nächsten Zeltplatz und ein paar gute andere Spots auf unserem Weg empfohlen- was für ein netter Typ! Somit verhalf er uns zu einem sehr amüsanten Abend und netten Bekanntschaften. Denn an diesem Abend kamen wir mal wieder im Dunkeln auf einem Platz zwischen den Dünen an und wussten nicht so recht wohin mit uns und dem Van. Da wurden wir direkt angesprochen wo man am besten steht um nicht am Morgen von der Flut überrascht zu werden. Dieser nette ältere Australische Mann saß also da mitten im Nirgendswo mit einer kühlen Cola am Lagerfeuer vor seinem Motorhome… das ließ uns das Wasser im Mund zusammen laufen. Aber einfach nur so eine Cola abgeben? Nicht hier! Hier bekommt man mehrere Dosen, und einen lustigen Abend am Lagerfeuer inkl. Folienkartoffeln mit Frau und Hund. Einfach unbezahlbar diese Momente hier!
Auf dem Weg zu meinen erwünschten Tauchspots und Stränden, schauten wir uns noch ein Raumfahrt Zentrum an wir dann endlich im Carol Bay ankamen, und schon beim Strandspaziergang den ersten großen Stingray sahen (so wie ein Rochen), was mich schon sehr zufrieden stimmte. Den nächten Tag gingen wir auf eine Schnorcheltour mit dem größten Fisch der Welt. Ein Flugzeug suchte immer die Whalesharks, wir fuhren hinterher- rein ins Wasser und staunen! Aber auch ein paar Schnorchelgänge am Ningaloo Riff an sich waren ganz nett. Inklusive Schildkröte und vieler bunter Fische. Die Nacht verbrachten wir auf einer typisch australischen Farm wie aus Filmen. Am nächsten Tag ging es dann für mich schon wieder ins Wasser, aber diesmal endlich wieder auf ein Tauchboot, von Exmouth zum Ningaloo Riff. Einfach wieder ein schönes Gefühl so schwerelos zu sein, und dann nach mit einem riesigen Stingray und ein paar Riffhaien mal wieder beeindruckend. Aber auch direkt vom Strand auch konnten wir schnorchelnd viel sehen. Nach einem Schnorchel-/ Strand-/ Entspannungstag stand schon die letzte Etappe, der Karijini Nationalpark auf dem Plan. Geprägt durch Schluchten, Wasserfälle und tolle Süßwasserbadestellen und KEINE lästigen Fliegen mehr, war es ein wundervoller Tag zum Abschluss. Denn der eigentlich letzte Tag bestand aus dieser 1300km gerade aus Strecke bis Perth. Vorbei an unzähligen Minen, Riesentrucks und einer Goldgräberstadt war der Weg also recht anstrengend. Angekommen in Perth hatte ich noch zwei Tage für mich, die ich im verträumten Ort Fremantle, auf Rottnest Island und in der Metropole Perth verbrachte. In Fremantle untergekommen in einem Hostel, das mal Feuerwehr war, mit sehr lockeren Flair, fuhr ich am nächsten Morgen mit der Fähre nach Rottnest Island. Heimat der Quokkas, Traumstrände, Fahrradinsel durch und durch! Mein letzter Fahrrad Ritt war Anfang Dezember in Ayutthaya, Thailand, wo man nicht mal auf Motorrädern Helm trägt, und nun wo es sogar Pflicht ist auf dem Fahrrad einen zu tragen. Aber ich habe es nicht verlernt und hatte einen sehr schönen Tag.
darf ich vorstellen: ein Quokka :)
wisst ihr jetzt was ich meine? unbeschreiblich, dort habe ich übrigens fleißig Tagebuch geschrieben

Fahrradtour auf Rottnest Island
Emu zwischen den Pinnacles

Wave Rock
Natures Window
Entspannung auf Rotnest Island
Pinnacles, Steinsäulen mitten in der Sandwüste

Heute war ich den ganzen Tag in Perth unterwegs. Ein bisschen Einkaufsstraße und Getummel anschauen, kleine Gassen durchlaufen, Botanischer Garten (der aber nicht mit Sydney mithalten kann) und von einem Park aus den Blick auf die Stadt, umgeben vom Wasser, genießen.

Sonntag, 3. Mai 2015

Lorne, und wie geht es danach weiter?



 Die ersten 4 Wochen in Lorne bin ich wirklich nur von einer Arbeit zur anderen gelaufen, zwischendurch habe ich versucht schnell ne Runde zu Joggen, Joga, zu surfen oder meine Seelöwen/ Koalas oder Kängurus zu besuchen. Denn zwischenzeitlich waren es sogar 3 Jobs, habe ich doch auf einer Hochzeit im Beach Pavillion Lorne ausgeholfen. Wer Lust hat kann das mal googlen, da ich da arbeiten war gibt es keine Bilder, aber die Location ist wirklich ein Traum und eine interessante Erfahrung auf einer australischen Hochzeit dabei zu sein.
Meine 5. und letzte Woche in Lorne war entspannter als die Zeit zuvor. Denn im Bundesstaat Victoria wird Winter, und das heißt es wird wirklich kühl! Somit kommen natürlich auch nicht mehr so viele Urlauber an den Küstenort. Sehr gut natürlich das ich dachte, nach Neuseeland brauche ich die dicke Fleecejacke nicht mehr und habe sie Christoph mit Heim gegeben. Brrr… so kalt, da musste ich von einem aus dem Hotel halt für ein paar Tage die Skijacke borgen, das sah natürlich sehr lustig aus, aber so konnten sich die Australier wenigstens amüsieren ;) Da es dann aber so ruhig geworden ist und ich in der Woche tatsächlich nur noch 45 Arbeitsstunden anstatt der üblichen 65-70 pro Woche hatte, habe ich beschlossen weiter zu ziehen. Aber auf einmal so viel Freizeit zu haben war mir auch eine willkommene Überraschung, denn so konnte ich noch mehr die Gegend erkunden. Einer aus dem Restaurant neben an merkte wie früh ich immer Feierabend hatte und hat spontan entschlossen mir mit dem Jeep noch einiges zu zeigen. So waren wir im Surfer Ort Torque und dem Surfmuseum, der Stadt Geelong zum bummeln und den Hafen anschauen, am Kennett River Koalas in den Bäumen beobachten und auf einer kleinen Känguru Safari – auf der ich sogar den Jeep gefahren bin J, am Apollo Bay wo ich einen kleinen Hasi aufsammeln musste, denn er saß mitten am Eingang zum großen Pier und es war schon so kalt und Nacht und ich musste es einfach versuchen ihm zu helfen. Er hatte dann mit uns noch einen amüsanten Abend und ein großes Zimmer zum rumhoppeln. Jedoch war er sehr sehr jung und hatte Probleme mit Nase und Augen, wie sich rausstellte eine weit verbreitete Pest in Australien. Nun aber den Abend hat er sehr genossen. Am nächsten Morgen mussten wir ihn leider begraben, sowas machen Australier wohl nicht wie ich mir sagen lassen hab, aber ich habe darauf bestanden und ihm auf meiner Lieblingsstrecke bei den Koalas am Fluss ein wunderschönes Plätzchen gesucht. Die letzte Zeit verging dann wirklich unheimlich schnell, denn wir waren oft surfen und abends wenn wir das Restaurant im Hotel geschlossen haben wurde unser Feierabendbier (in meinem Fall Feierabendcider) zu einer langanhaltenden Unterfangenheit. Also eine wirklich schöne Woche zum Abschied nehmen.
Surfen mit den Jungs: Australier- Kanadier- Brite- Deutsche :)

guter Platz zum enspannen, Balkon im Hotel Grand Pacific

12 Apostel (goße Steine im Wasser) an der Great Ocean Road


Nach einigen Überlegungen und Angeboten mit Bekannten mit zu reisen, habe ich mich dann doch für die Variante fliegen und vor Ort Camper mieten entschieden. Spontan hat sich der Wandergefährte aus Lorne, der schon seit 1 Woche abgereist war, entschieden mich zu begleiten. Nun ist auch die Woche in Tasmanien schon wieder vorbei und ich sitze am Flughafen und schaffe es hoffentlich diesmal den Post fertig zu schreiben und für euch online zu stellen. Als ich die Zeilen über Lorne begonnen hab zu schreiben, saß ich auf meinem Campingstuhl neben dem Van und einem wundervollen Fluss im herbstlichen Sonnenschein. Auf Tasmanien konnte ich einen traumhaften goldenen Herbst erleben! Die Blätter fallen von den Bäumen, alles bunt gefärbt, und dazu tagsüber Sonnenschein und laue Temperaturen. Doch Nachts und Morgens war es eisig, so dass ich ohne Bommelmütze kaum raus konnte. Ein komisches Gefühl den Herbst so zu erleben und dann gar nicht Geburtstag zu haben ;) aber heute reise ich schon weiter und hoffe auf wärmere Temperaturen an der Westküste. Aber die Bommelmütze ist noch zur Sicherheit in meinem Gepäck.
Wo soll ich nur anfangen wenn ich euch über Tasmanien berichten soll? Das kleine Neuseeland sagte mir zuvor jemand, das kann ich absolut bestätigen! Benannt nach dem Seefahrer Abel Tasman, das kann ja auch nur was gutes heißen, nachdem ich Christophs Lieblingsnationalpark Abel Tasman in Neuseeland auch für sehr gut empfunden habe. Angekommen in Hobart am Flughafen ging es direkt mit dem Camper los zum Mount Wellington, der eine meilenweite Sicht über die Gegend rund um die Stadt und das Meer bietet. Von dort aus sind wir in den Westen und die Berge gereist. Viele Wasserfälle und Seen umgeben von Berggipfeln prägen die Landschaft. Auf jeder Wanderung haben wir unendlich viele Wallabys gesehen, und einmal sogar ein dickes Wombat am Strand entlangspazieren. Das war am Lake St. Claire, ich saß auf einem Baumstamm und habe gehofft ein Schnabeltier zu sehen, da spaziert der da einfach entlang. Echt süß! Sehr viele Opossums waren in der Dämmerung zu sehen und viele lustige Vögel. Die Wanderung im Mount Cradle Nationalpark war ein absolutes Highlight. Nach der Erklimmung eines Gipfles von 1223m war die Aussicht und das Gefühl in mir so gut, das ich kaum vorstellen kann wie man sich nach 3000m in Nepal fühlt… aber das bleibt zu erkunden!
Von dort aus kam dann das Kontrastprogramm, schöne Städte Devonport mit Aborigine Kultur und Launceston mit vielen alten Herrenhäusern, einem tollen Park und direkt am Fluss gelegen einem interessanten Wanderweg, Seilbahn über den Fluss, für mich ganz schwindelfrei, und Wallabys + Pfau auf dem Kinderspielplatz. Doch das war nicht alles, an der Ostküste gibt es viele weiße Sandstrände unter anderem die Bay of fire mit rot gefärbten riesigen Steinen. Auch was ganz besonderes ist die Halbinsel Port Arthur mit einer ehemaligen Strafvollzugsanstalt des 19. Jhrd. Eine Insel voller Überraschungen! Ich versuche euch das in ein paar Bildern zu zeigen. Dier nächsten 2 Wochen werde ich dann an der Westküste reisen und sicher wieder schlechtes bis kein Internet haben. Danach hat eine Freundin aus Sydney schon gefragt ob ich sie zum Kings Canyon begleite, aber ob ich das alles schaffe weiß ich noch nicht. Denn spätestens am 7.6. möchte ich in Brisbane am Flughafen meine Jessi abholen. Vorher muss ich noch einen Tauchtrip zum Great Barrier Reef erleben und ein paar andere Dinge abarbeiten J also ein straffes Programm…
Ich freue mich immer sehr wenn ich so schöne ausführliche Mails aus der Heimat bekomme, meine liebe Omi, Mama, Katrin und auch mein lieber Andi- danke das ihr immer an mich denkt! Natürlich auch die Infos von Papa inkl. Bildern und vielen anderen erfreuen mich sehr! Moni wünsche ich ganz viel Kraft alles zu überstehen!
Genießt den Sommerbeginn in der Heimat!

Dogs with jobs- Flughafen Hobart-Tasmanien
Aussicht vom Mount Wellington

Panorama Mount Wellington

Tasmanisches Wallaby

Wombat am Lake St. Claire

Lydia in der Bucht der Schnabeltiere, wo ich nur das Wombat sehen konnte


Lake St. Claire

die 3 Wanderer haben wir nach ihrer 7 Tageswanderung am Lake St. Claire getroffen und sie ein Stück auf unserer Strecke mitgenommen, so konnten wir gute Geschichten austauschen und ein paar tolle Aussichten auf der Strecke gemeinsam genießen
am Mount Cradle

erinnerte mich an die Emerald Lakes in Neuseeland
in einem Park in Lauceston
Pfau und Wallabys auf dem Kinderspielplatz
Sonnenuntergang in Devonport
Bay of Fire

Pelikane im Bay of Fire