Samstag, 21. Februar 2015

Gletscher, Felsen die wie Süßspeisen aussehen, azurblaues Meer, Fjorde, Vulkane, Geysiere, heiße Quellen, Höhlen kleiner lustiger Bewohner...



Angekommen auf der Nordinsel Neuseelands. Seit meinem letzten Post habe ich so viel gesehen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…  ich habe euch aus dem Motorpark von Haast berichtet. Noch an dem Abend löste sich der Regen auf und die Nacht wurde sternenklar. Das sieht hier in diesem unendlichen Land der Berge und Länderein nochmal  ganz anders aus als daheim. Da hätte ich gern mein Brüderchen dabei gehabt der mir immer wieder, mit meißtens viel Geduld, die Sternenbilder zeigt, wo auch immer wir uns befinden J so blieb mir nur noch Sterne schauen ohne wissen was was ist- trotzdem, wundervoll!

Seit dem wurden wir vom Regenwetter weites gehend verschont und genießen die Landschaft bei Sonnenschein und Wärme. Am nächsten Morgen starteten wir also zur Küste, wo ich am Jackson Bay einen Jungle Track unsicher gemacht. Denn das war nicht einfach nur ein Wanderweg, sondern von unendlich vielen kleinen und größeren Quellen überspült. Inkl. Schuhe ausziehen und Hosen hochkrämpeln zum über queren. Doch der wunderschöne einsame Strand am Ziel, und Lunch mit einem netten Ehepaar aus Kanada hat meine Tapferkeit belohnt. Am Ende musste ich also all meine Sachen erstmal vom Matsch befreien, denn letztendlich haben alle Vorsichtsmaßnahmen nichts genützt… aber ein kleines Schlammbad soll ja schöne Haut machen. Den nächsten Tag verbrachten wir am Fox- und Franz Josef Gletscher, den größten in NZ, und dem idyllischen Lake Metheson. Ein wunderschöner See, von dem aus man die Berge und Gletscher sehen kann. Leider konnten wir die blauen Pilze, wie Christoph und Andrea berichtet haben, nicht finden, aber wer weiß woran das lag!? Der nächste Tag begann für mich etwas stressig, denn ich wollte unbedingt eine Leitung nach Göttingen aufgrund eines besonderen Anlasses aufbauen… leider klappt was mit dem Telefon nicht und alles war wie verhext! Trotzdem konnten wir schreiben und ich habe viel an dich gedacht J so konnte ich dann doch noch relativ guten Gewissens weiter düsen zu den Pacake Rocks.
Dort waren für mich nicht nur die Gesteinsformationen besonders, sondern auch die Begegnung die ich auf dem Weg zu einer kleinen Höhle hatte. Ein Kiwi Vogel in freier Natur zu sehen ist schon echt was Besonderes!

Das nächste Highlight ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Kaum  angekommen im Abel Tasman Nationalpark haben wir eine Kajaktour auf dem Meer unternommen. Auf dem Hinweg etwas turbulent, Entspannung an einem wundervollen Strand und rückzu auf völlig glatter See- ein super Start für meine Beziehung zu diesem Nationalpark, denn danach folgte für mich und meinen großen grünen Rucksack eine Zweitageswanderung. Der Park ist nur über den Küstenwanderweg erreichbar, oder per Boot. So habe ich also in einer kleinen Wanderhütte geschlafen. Ein bisschen mogeln musste ich, um die Strecke zu schaffen, denn mehr als 28 km am Tag über Berge und mit Rucksack wäre keine Entspannung mehr, also bin ich auch ein Stück Wassertaxi gefahren. Ein bisschen wie Safari, denn so konnte ich noch ein paar Pinguine und See Löwen auf einer kleinen Insel sehen. Eine tolle Erfahrung, und mit dem letzten Abstieg zu dem Wainui Bay konnte ich mir noch zum Abschluss nach atemberaubenden Ausblicken ein Bad im Meer gönnen bevor die Fahrt mit dem nun auf einmal so engen Campervan weiter ging. ;)

Der nächste Nationalpark war eine Mischung aus zerklüfteten Fjorden und Südsee Feeling, eine sehr gelungende! Die Überfahrt mit der Fähre von Picton nach Wellington erinnerte mich ein bisschen an die erste Fahrt nach Norwegen und die lustige Truppe damals. In Wellington angekommen haben wir das Nationalmuseum „Te Papa“ besucht. Dort war nicht nur das ganze Land, Kultur der Maori, und die Tiere mit Plastiken und Bilder, Zeittafeln, eine Erdbebenhaus und Maori Hütte, Boot und Schnitzereien, sondern auch ein Konzert eines berühmten chinesischen Orchesters. Anläßlich des chinesischen Neujahrs. Sogar ein Nachtmarkt war in der Innenstadt der mich etwas an Thailand erinnern ließ, nur das die Speisen 4x so teuer waren.

Nach dem ganzen Trubel wollte ich schnell ins Landesinnere um die Vulkane zu sehen. Also sind wir das welberühmte Tongariro Crossing gelaufen, für euch beannt als Wanderung entlang des Schicksalsberg von Herr der Ringe. Dort gibt es auch die Emerald Lakes mit so prächtigen Farben, und einen Roten Krater, und ein großes Skigebiet direkt daneben zu sehen. Das ist im moment zwar mit Schnee bedeckt, aber es ist ja Sommer und nur der Gipfel ist weiß. Mit 19 km auch ein ganz ordentliches Pensum bei enormen Höhen- und Temperaturunterschied, aber das war es absolut wert!
Emerald Lake und überall kleine Smoker


Der Schicksalsberg im Tongariro alpine Crossing
Die Stadt der Geysiere und heißen Quellen „Rotorua“ konnten wir auch bestaunen. In einem Maori Dorf wurde uns die Kultur näher gebracht und im Redwood Wald der Californischen Riesenbäume  konnten wir uns etwas von der Sonnenintensität erholen. Auch die Stadt an sich ist sßs zum bummeln, und kaum ein Hot Pool war vor mir sicher, denn mein Bikini ist immer greifbar.

Maori Hütte
Geysiere bei Rotorua
Unter den Bergen in Richtung Westküste verbirgt sich auf der Nordinsel ein riesiges Höhlensystem. In diesen Höhlen befinden sich spezielle Larven an den Decken, auch Glühwürmchen genannt, die machten die Bootsfahrt unter der Erde dort unvergesslich, sowie die unendlich vielen Stalagtiten & Stalagniten.
Ein Ausflug in eine ganz einzigartige Welt war der Drehort „Hobbiton“! Ganz viele Blüten und angebautes Gemüse, farbenfrohe Schmetterlinge und eine Köstlichkeit in dem Pub gehörte für mich auch dazu!

So nun erstmal genug, ich glaube das war ausführlich genug diesmal, nur noch eine gute Woche Neuseeland und jetzt steht mehr Entspannung und Strand an.

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