Angekommen auf der Nordinsel Neuseelands. Seit meinem
letzten Post habe ich so viel gesehen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen
soll… ich habe euch aus dem Motorpark
von Haast berichtet. Noch an dem Abend löste sich der Regen auf und die Nacht
wurde sternenklar. Das sieht hier in diesem unendlichen Land der Berge und
Länderein nochmal ganz anders aus als
daheim. Da hätte ich gern mein Brüderchen dabei gehabt der mir immer wieder,
mit meißtens viel Geduld, die Sternenbilder zeigt, wo auch immer wir uns
befinden J
so blieb mir nur noch Sterne schauen ohne wissen was was ist- trotzdem,
wundervoll!
Seit dem wurden wir vom Regenwetter weites gehend verschont
und genießen die Landschaft bei Sonnenschein und Wärme. Am nächsten Morgen
starteten wir also zur Küste, wo ich am Jackson Bay einen Jungle Track unsicher
gemacht. Denn das war nicht einfach nur ein Wanderweg, sondern von unendlich
vielen kleinen und größeren Quellen überspült. Inkl. Schuhe ausziehen und Hosen
hochkrämpeln zum über queren. Doch der wunderschöne einsame Strand am Ziel, und
Lunch mit einem netten Ehepaar aus Kanada hat meine Tapferkeit belohnt. Am Ende
musste ich also all meine Sachen erstmal vom Matsch befreien, denn letztendlich
haben alle Vorsichtsmaßnahmen nichts genützt… aber ein kleines Schlammbad soll
ja schöne Haut machen. Den nächsten Tag verbrachten wir am Fox- und Franz Josef
Gletscher, den größten in NZ, und dem idyllischen Lake Metheson. Ein
wunderschöner See, von dem aus man die Berge und Gletscher sehen kann. Leider
konnten wir die blauen Pilze, wie Christoph und Andrea berichtet haben, nicht
finden, aber wer weiß woran das lag!? Der nächste Tag begann für mich etwas
stressig, denn ich wollte unbedingt eine Leitung nach Göttingen aufgrund eines
besonderen Anlasses aufbauen… leider klappt was mit dem Telefon nicht und alles
war wie verhext! Trotzdem konnten wir schreiben und ich habe viel an dich
gedacht J
so konnte ich dann doch noch relativ guten Gewissens weiter düsen zu den Pacake
Rocks.
Dort waren für mich nicht nur die Gesteinsformationen
besonders, sondern auch die Begegnung die ich auf dem Weg zu einer kleinen
Höhle hatte. Ein Kiwi Vogel in freier Natur zu sehen ist schon echt was
Besonderes!
Das nächste Highlight ließ natürlich nicht lange auf sich
warten. Kaum angekommen im Abel Tasman
Nationalpark haben wir eine Kajaktour auf dem Meer unternommen. Auf dem Hinweg
etwas turbulent, Entspannung an einem wundervollen Strand und rückzu auf völlig
glatter See- ein super Start für meine Beziehung zu diesem Nationalpark, denn
danach folgte für mich und meinen großen grünen Rucksack eine
Zweitageswanderung. Der Park ist nur über den Küstenwanderweg erreichbar, oder
per Boot. So habe ich also in einer kleinen Wanderhütte geschlafen. Ein
bisschen mogeln musste ich, um die Strecke zu schaffen, denn mehr als 28 km am
Tag über Berge und mit Rucksack wäre keine Entspannung mehr, also bin ich auch
ein Stück Wassertaxi gefahren. Ein bisschen wie Safari, denn so konnte ich noch
ein paar Pinguine und See Löwen auf einer kleinen Insel sehen. Eine tolle
Erfahrung, und mit dem letzten Abstieg zu dem Wainui Bay konnte ich mir noch
zum Abschluss nach atemberaubenden Ausblicken ein Bad im Meer gönnen bevor die
Fahrt mit dem nun auf einmal so engen Campervan weiter ging. ;)
Der nächste Nationalpark war eine Mischung aus zerklüfteten
Fjorden und Südsee Feeling, eine sehr gelungende! Die Überfahrt mit der Fähre
von Picton nach Wellington erinnerte mich ein bisschen an die erste Fahrt nach
Norwegen und die lustige Truppe damals. In Wellington angekommen haben wir das
Nationalmuseum „Te Papa“ besucht. Dort war nicht nur das ganze Land, Kultur der
Maori, und die Tiere mit Plastiken und Bilder, Zeittafeln, eine Erdbebenhaus
und Maori Hütte, Boot und Schnitzereien, sondern auch ein Konzert eines
berühmten chinesischen Orchesters. Anläßlich des chinesischen Neujahrs. Sogar
ein Nachtmarkt war in der Innenstadt der mich etwas an Thailand erinnern ließ,
nur das die Speisen 4x so teuer waren.
Nach dem ganzen Trubel wollte ich schnell ins Landesinnere
um die Vulkane zu sehen. Also sind wir das welberühmte Tongariro Crossing
gelaufen, für euch beannt als Wanderung entlang des Schicksalsberg von Herr der
Ringe. Dort gibt es auch die Emerald Lakes mit so prächtigen Farben, und einen
Roten Krater, und ein großes Skigebiet direkt daneben zu sehen. Das ist im
moment zwar mit Schnee bedeckt, aber es ist ja Sommer und nur der Gipfel ist
weiß. Mit 19 km auch ein ganz ordentliches Pensum bei enormen Höhen- und
Temperaturunterschied, aber das war es absolut wert!
| Emerald Lake und überall kleine Smoker |
Die Stadt der Geysiere und heißen Quellen „Rotorua“ konnten
wir auch bestaunen. In einem Maori Dorf wurde uns die Kultur näher gebracht und
im Redwood Wald der Californischen Riesenbäume
konnten wir uns etwas von der Sonnenintensität erholen. Auch die Stadt
an sich ist sßs zum bummeln, und kaum ein Hot Pool war vor mir sicher, denn
mein Bikini ist immer greifbar.
| Maori Hütte |
Unter den Bergen in Richtung Westküste verbirgt sich auf der
Nordinsel ein riesiges Höhlensystem. In diesen Höhlen befinden sich spezielle
Larven an den Decken, auch Glühwürmchen genannt, die machten die Bootsfahrt
unter der Erde dort unvergesslich, sowie die unendlich vielen Stalagtiten &
Stalagniten.
Ein Ausflug in eine ganz einzigartige Welt war der Drehort
„Hobbiton“! Ganz viele Blüten und angebautes Gemüse, farbenfrohe Schmetterlinge
und eine Köstlichkeit in dem Pub gehörte für mich auch dazu!
So nun erstmal genug, ich glaube das war ausführlich genug
diesmal, nur noch eine gute Woche Neuseeland und jetzt steht mehr Entspannung
und Strand an.